So legen Kinder und Jugendliche günstig ihr Geld an

Stefanie Kühn
Finanzexpertin Yahoo Finanzen
Nach dem ersten Sparschwein kommt das erste Bankkonto (Symbolbild: ddp images)

Wer noch keine 18 Jahre alt ist, kann alleine noch kein Konto eröffnen. Die Eltern müssen die Eröffnung vornehmen. Minderjährigen-Konto heißt es in der Banksprachen. Dieser Aufwand ist sinnvoll, denn Kinder und Jugendliche haben so die Möglichkeit, früh den Umgang mit Geld und Banken zu üben.

Ich empfehle ein Schülerkonto ab der 5. Klasse. Das Taschengeld kann dann auf ein Girokonto gezahlt werden. Schülerkonten werden in der Regel nur im Guthaben geführt, es besteht also keine Gefahr, dass Kinder sich verschulden. Eltern können das in jedem Fall so einrichten lassen. Mit diesem Konto üben die Jugendlichen mit kleinen Beträgen hauszuhalten. Die Banken bieten Schülerkonten meistens kostenfrei an. Hier jedoch müssen Sie aufpassen – die Altersgrenzen sind unterschiedlich und reichen von 18 bis 30 Jahre. Bei der Auswahl der Bank spielt auch die Frage eine Rolle, wo man kostenfrei Bargeld abheben kann. Die Sparkassen bieten hier einen Verbund, ebenso die Genossenschaftsbanken. Daneben gibt es die Cash-Group, zu der einige Privatbanken gehören. Allerdings erheben inzwischen auch erste Sparkassen eine Gebühr auf das Geldabheben. Eltern können ihre Kinder darauf aufmerksam machen, dass es sinnvoll ist, die Kontoauszüge genau zu prüfen.

Manche Banken bieten auch kostenfreie Kreditkarten dazu an. Das kann von Bedeutung sein, wenn ein Schüleraustausch oder eine längere Auslandsreise ansteht. Auch die Frage danach, wie oft Geldabheben im Ausland kostenfrei ist, sollte beantwortet werden.

Wenn Jugendliche ein bisschen Geld zur Seite legen möchten, benötigen sie eventuell eine weitere Bank. Festgelder und Depotführung sind bei den klassischen Hausbanken oft teuer bzw. schlecht verszinst. Hier empfiehlt es sich, bei den Direktbanken zu prüfen, welche Banken kostenlose Depots anbieten und hohe Zinsen versprechen. Gerade wenn ein Fondssparplan angelegt werden soll, können Kosten vermieden werden. Bei einer unterstellten Rendite für einen Aktienfondssparplan von 5% würde sich folgender Unterschied ergeben, wenn ein Jugendlicher bei 100 Euro Sparrate über fünf Jahre 5% Gebühren (den sogenannten Ausgabeaufschlag) und ein anderer 0 Euro zahlt: 340 Euro. Dieses Geld können gerade junge Leute gut gebrauchen.

Viel Erfolg beim Optimieren der Schüler- und Studenten-Konten.

Ihre

Stefanie Kühn