"Leben ist kein Wunschkonzert": Kind will Heldt nicht nach Köln ziehen lassen

SID
Hannover-Boss Kind wehrt sich gegen anonyme Anzeigen

Klubchef Martin Kind (73) von Hannover 96 will seinen Sportdirektor Horst Heldt (47) nicht zum Bundesliga-Rivalen 1. FC Köln ziehen lassen. "Ich weiß, dass der 1. FC Köln ein Problem hat. Wenn die erwarten, dass 96 das Problem löst, um dann im Ergebnis ein eigenes Problem zu haben, das ist kein Geschäftsmodell über das man ernsthaft diskutieren kann", sagte Kind am Rande des 1:1 (0:1) gegen den VfB Stuttgart gegenüber Eurosport.
"Wir sind sehr zufrieden mit Herrn Heldt. Er macht einen guten Job und ist sehr anerkannt", sagte Kind weiter: "Wir haben einen Vertrag, und den wollen wir gemeinsam erfüllen. Ich kenne kein Argument, ihn wirklich gehen zu lassen. Das Leben ist kein Wunschkonzert." Heldt ist seit März Sportchef bei 96 und besitzt noch einen Vertrag bis 2020 bei den Niedersachsen.
Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Kölner Heldt als Nachfolger von Jörg Schmadtke verpflichten wollen. Der Ex-Profi kündigte Gespräche mit den Rheinländern für dieses Wochenende an. "Ja, ich möchte mit Köln reden", sagte Heldt, der vor den Toren der Stadt geboren wurde und von 1987 bis 1995 in Köln spielte: "Das ist mein Heimatverein, ich bin da groß geworden."