Le Mans wird "kleiner": Weniger WM-Punkte an der Sarthe

Die Sieger bei den 24 Stunden von Le Mans bekommen bald 38 WM-Punkte


Nach Abschluss der WEC-Saison 2017 wird der Blick schnell auf die Zukunft gerichtet. Die Langstrecken-WM wird im kommenden Jahr den Wechsel zu einem Winterkalender vollziehen. Im Übergangsjahr mit der sogenannten "Super-Saison" wird gleich zweimal in Le Mans gefahren. Das Prestige eines Sieges in diesem berühmten 24-Stunden-Rennen wird sich kaum ändern, die Wertigkeit innerhalb der Weltmeisterschaft allerdings schon.

Ab der Saison 2018/19 wird es nicht mehr doppelte WM-Punkte an der Sarthe geben. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' haben sich alle Beteiligten auf ein verändertes Modell geeinigt. Ab sofort soll es eineinhalb mal so viele Zähler geben wie in den 6-Stunden-Rennen der Serie. Sprich: Der Le-Mans-Sieger darf künftig 38 Punkte für sich verbuchen. Diese Veränderung kommt vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die doppelten Punkte zu oft vorentscheidend für den WM-Kampf waren.

"In den vergangenen zwei Jahren hat uns allein Le Mans das ganze WM-Jahr versaut", erklärt Toyota-Technikchef Pascal Vasselon. "Da waren unser Saison immer schon gelaufen. Auf der anderen Seite ist es aber ein 24-Stunden-Rennen. Es muss dort mehr Punkte geben." In den Beratungen der vergangenen Wochen wurden verschiedene Modelle diskutiert - unter anderem auch ein System, das bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps aktiv ist. Dort werden nach sechs, zwölf und 24 Stunden Punkte verteilt.

"Das hätte auch einen gewissen Charme", findet Vasselon. "Die Punktevergabe nach jeweils sechs Rennstunden könnte für zusätzliche Spannung und Action sorgen, aber eigentlich ist mir die Wahl des Punktesystems relativ egal. Statt doppelter Punkte haben wir nun den Faktor 1,5 in Le Mans. Das ist vollkommen in Ordnung." Die entsprechende Änderung muss Anfang Dezember noch vom Motorsport-Weltrat der FIA abgesegnet werden.

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