LBBW vervierfacht Gewinn, legt Geld für BGH-Urteil zurück

(Bloomberg) -- Der Vorsteuergewinn der LBBW hat sich im ersten Halbjahr mehr als vervierfacht. Gleichzeitig legte die Landesbank Geld für das BGH-Urteil zu Gebührenerhöhungen zurück.

Der Konzerngewinn vor Steuern belief sich auf 428 Millionen Euro nach rund 100 Millionen Euro im Vorjahr, wie die LBBW am Dienstag mitteilte. Getragen wurde der Gewinnsprung von einem 12%-Anstieg der Erträge und einer im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Risikovorsorge.

“Wir haben unsere Wachstumsfelder wie geplant ausgebaut, halten unsere Kosten unter Kontrolle und investieren gleichzeitig in Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Diese Strategie zahlt sich zunehmend aus”, erklärte CEO Rainer Neske. Das Umfeld für das Bankgeschäft bleibe jedoch schwierig.

Die LBBW bildete Rückstellungen von 12 Millionen Euro aufgrund der veränderten Rechtsprechung zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Gebührenerhöhungen. Sparkassen-Bundesobmann Walter Strohmaier hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Bloomberg-Interview gesagt, er rechne nicht mit dramatischen finanziellen Belastungen für den Sparkassensektor aufgrund des Urteils aus dem April.

Bei der Risikovorsorge kam die Bank mit 63 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 281 Millionen Euro gewesen. Im Kreditportfolio lag die Quote leistungsgestörter Darlehen bei 0,7%. Nennenswerte Kreditausfälle aufgrund der Pandemie waren nicht zu beklagen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die LBBW mit einem positiven Ergebnis im dreistelligen Millionenbereich und über dem Vorjahreswert.

In den vergangenen Monaten hatte die LBBW einige strategische Weichen gestellt. Sie übernahm von der BayernLB und der früheren HSH Nordbank das dortige Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement für Kunden der Sparkassen und plant eine ähnliche Vereinbarung nun auch mit der Helaba.

(Ergänzt Details zu Rückstellungen ab erstem Absatz)

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