LBBW bestätigt finale Verhandlungen zur Übernahme der Berlin Hyp

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(Bloomberg) -- Im Sparkassen-Sektor zeichnet sich eine Lösung für den zum Verkauf gestellten Immobilienfinanzierer Berlin Hyp AG ab. Die Landesbank Baden-Württemberg dürfte sich demnach gegen DekaBank und Helaba durchgesetzt haben.

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Die LBBW bestätigte am Dienstag, dass “die LBBW mit der Landesbank Berlin Holding AG finale Verhandlungen über den Kauf der Berlin Hyp führt”. Zu Details wollten sich die Stuttgarter nicht äußern. Informierten Kreisen zufolgen hatten sich Spitzenvertreter der Sparkassen-Gruppe am Montag für die LBBW ausgesprochen.

Für die südwestdeutsche Landesbank sprach gegenüber Deka und Helaba unter anderem, dass sie den Kaufpreis ganz in bar bezahlen wollte, sagten mit der Situation vertraute Personen. Zudem hätten viele in der Sparkassen-Gruppe nicht gewollt, dass die Deka als Wertpapierhaus ihr Geschäftsmodell durch die Übernahme eines Immobilienfinanzierers verwässere.

Bloomberg hatte im August berichtet, dass die Berlin Hyp womöglich innerhalb der Sparkassen-Gruppe verkauft werden soll und Helaba, LBBW und DekaBank zu den Interessenten gehören. Die Berlin Hyp ist Teil der Landesbank Berlin Holding, die ganz den Sparkassen gehört, die nun noch eine finale Entscheidung zum Verkauf treffen müssen.

Die Berlin Hyp erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Betriebsgewinn nach Risikovorsorge von 139 Millionen Euro, verglichen mit 27 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis ist mit 41% deutlich besser als bei vielen anderen Banken.

Das Zusammengehen von LBBW und Berlin Hyp könnte zur Konsolidierung in der Sparkassen-Gruppe beitragen. In dieser wird seit Jahren über die Schaffung eines Zentralinstituts diskutiert. Helaba und Deka hatten Anfang 2020 mit Verhandlungen zu einer möglichen Fusion begonnen. Entstehen sollte ein Nukleus für ein Zentralinstitut, dem sich später auch andere Landesbanken und Institute aus dem Sektor anschließen könnten. Die Gespräche verliefen im Sande.

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