Lawinenunglück in Südtirol: Trauer um Mutter (45) und Tochter (11)

Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind ein 11-jähriges Mädchen und seine Mutter ums Leben gekommen. Beide kamen aus Deutschland und sind im Skigebiet Schöneben-Haideralm im Vinschgau von einer Lawine verschüttet worden.

Das Mädchen wurde zwar aus der Lawine gerettet, sie habe aber nicht überlebt, so ein Sprecher der Polizei in Bozen. Die 45 Jahre alte Mutter war mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Bergrettung Soccorso Alpino gab kurze Zeit später ihren Tod bekannt. Die Rettungsarbeiten wurden durch schlechte Sicht und kräftige Windböen am Unglückstag stark behindert.

Die Tragödie ereignete sich nach Angaben der Polizei am Mittwochnachmittag. Mutter und Tochter waren mit sieben weiteren Tourengehern abseits der Piste unterwegs. Die übrigen Sportler wurden nicht von der Lawine verschüttet, berichtete die Polizei.

Ihr Skiklub aus Baden-Württemberg bekundete auf seiner Internetseite tiefe Trauer um die Opfer. Die Betroffenheit unter den Mitgliedern sei enorm, daher wolle man zurückhaltend mit dem Unglück umgehen, sagte Thomas Mayer, der Sprecher des Skiklubs: "Der Vorstand und der Vater des Kindes haben vereinbart, dass zunächst keine weiteren Erklärungen abgegeben werden." Er erklärte das die Mutter und ihr Kind privat in Südtirol waren, der Vater sei vor Ort.

Das Schneebrett war in rund 2100 Metern Höhe abgegangen - Die Gruppe hatte es wahrscheinlich selbst ausgelöst und die Lawinengefahr vermutlich unterschätzt.

Am Unglückstag fegte ein starker Wind und es gab viel Neuschnee. Auch am Donnerstag herrschte in den meisten Teilen Südtirols noch erhebliche Lawinengefahr .