Lautstarker Protest: Demonstration stört Vortrag von Christian Lindner an der Ruhr-Uni Bochum

Christian Lindner bekam Gegenwind von den Studierenden. (Bild: AP Photo)

Das war kein leichter Auftritt für FDP-Chef Christian Lindner. Als er zu einem Gastvortrag an die Ruhr-Universität Bochum geladen wurde, schlug ihm nicht nur Begeisterung entgegen. Lautstark machten sich einige Studierende mit Bannern und Transparenten bemerkbar und störten die Rede des Liberalen mehrfach. Doch dessen Reaktion ist geradezu erstaunlich.

Gastauftritte von Politikerinnen und Politikern an Universitäten sind keine Seltenheit. Mitunter kommt es dabei auch zu hitzigen Diskussionen zwischen den Studierenden und dem Gastredner. Doch mit dieser Eskalation hatte auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner nicht gerechnet.
Als er seine Rede für „bessere Bildung“ beginnt, fängt ein Teil seines jungen Publikums an, aufgebracht zu brüllen.

Das Video zeigt, wie die Demonstranten Bettlaken in die Höhe halten, auf denen steht: „Freie Bildung für alle! No border, no nation, free education“. Lindner gesteht einem der Protestierenden ein paar Minuten Redezeit ein, dann beginnt er selbst zu sprechen: „Das Problem bei den Linken ist, dass nur sie glauben, Wahrheit zu besitzen.“ Und nach einem Zwischenruf fährt er fort: „Jetzt mal still. Wir sind hier nicht Hamburg.“ Die Anspielung an die Ausschreitungen am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg kommt bei den Gästen gut an und er erntet Applaus.

Als daraufhin einige Studenten den Raum verlassen wollen, kommentiert Lindner die Aktion: „Ich habe Toleranz für andere Meinungen. Aber dass ihr euch nicht einmal meine Meinung anhören wollt, spricht nicht für euch.”

Als er selbst mit seiner Rede fertig ist, verlässt er den Saal – im Gegensatz zu den Demonstranten – unter tosendem Applaus.

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