Lauterbach: Notfallzulassung für Curevac-Impfstoff ist extrem wichtig

Business Insider Deutschland
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Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im „Spiegel“ die Notzulassung für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac. „Wenn Curevac ähnlich gut wirkt wie Biontech oder Moderna, was zu erwarten ist, sollte der Impfstoff schnellstmöglich zugelassen und verimpft werden“, sagte Lauterbach dem "Spiegel". Bei der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) würde die Zulassung zu lange dauern. „Das haben wir schon bei Biontech gesehen.“

Angesichts des Lieferstopps für den Impfstoff von Johnson & Johnson braucht es eine schnelle Lösung, um die deutsche Bevölkerung vor dem Coronavirus zu schützen. Am Dienstag wurde der Lieferstopp bekannt, weil Nebenwirkungen nach der Impfung auftauchten. Daher fallen fast 233.000 Dosen kurzfristig aus.

Curevac rechnet aktuell mit einer EU-Zulassung Anfang Juni. Ende April lägen zunächst die Studiendaten zur Sicherheit des Impfstoffs vor. Dann kann das Unternehmen sehen, ob der mRNA-Impfstoff wie die beiden anderen mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna sicher ist.

Das Paul-Ehrlich-Institut könnte für Deutschland schon vorab eine Notfallzulassung beschließen. „Dies wäre richtig, sofern die Wirksamkeit des Curevac-Impfstoffs hoch ist. Wir sind in einer Notlage, und der Curevac-Impfstoff wäre eine massive Entlastung“, sagte Lauterbach. „Und wenn die EU-Zulassung dann später kommt, kann sie die deutsche Notfallzulassung ersetzen.“

hr