Laumann verteidigt Kittel-Auftragsvergabe an van Laack

·Lesedauer: 1 Min.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die umstrittene Auftragsvergabe ohne Ausschreibung für Kittel an die Firma van Laack verteidigt. "Es waren keine normalen Zeiten", sagte Laumann am Dienstag im Landtag und erinnerte an den Corona-Ausbruch im Kreis Heinsberg im Februar. Der Mangel bei der Schutzausrüstung für Personal im Pflege- und Medizinbereich sei plötzlich auch durch die unterbrochenen Lieferketten nach Asien groß gewesen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe außer dem Tipp keinen Einfluss genommen, sagte der Gesundheitsminister.

Diese Einweg-Kittel könnten in jedem nordrhein-westfälischen Krankenhaus als Schutzbekleidung eingesetzt werden, solange die pandemische Lage bestehe, sagte er mit Verweis auf die Prüfverfahren.

Der Geschäft über zehn Millionen Schutzkittel mit dem Modehersteller beschäftigt unter anderem die Opposition, da der Sohn von Laschet den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte. Johannes "Joe" Laschet ist Mode-Blogger und Werbepartner der Firma aus Mönchengladbach.