Laumann schließt allgemeine Impfpflicht nicht mehr aus

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) schließt nach seiner lange Zeit ablehnenden Haltung zu einer allgemeinen Corona-Impfpflicht einen solchen weitreichenden Schritt inzwischen nicht mehr aus. "Es ist ja immer so, dass eine Debatte auch weitergeht", sagte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Er nehme auch eine Stimmung bei Geimpften wahr, die sagten, es könne doch nicht sein, dass man wegen eines bestimmten Prozentsatzes von Menschen einfach aus der Sache nicht herauskomme.

Die Diskussion sei erheblich breiter als noch vor Wochen auch mit Blick auf das kommende Jahr. Sie müsse auch geführt werden, das habe Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bereits richtig beschrieben. So müsse die Frage der Ethik eine Rolle spielen in der Bewertung. Auch die rechtlichen Fragen, welche Möglichkeiten es gibt, einen solchen Schritt gerichtsfest zu machen, müssten geklärt werden. "Ich glaube, diese Diskussion sollten wir uns mal - nicht eine Ewigkeit - aber ein bisschen gönnen", betonte er. Das sei wegen einer möglichst hohen Akzeptanz wichtig. Vielleicht sei es auch so, dass Ungeimpfte wegen der 2G-Regeln im Freizeitbereichen ihren Standpunkt revidierten.

Laumann verwies auch darauf, dass die Bundesländer den Bund bei der Ministerpräsidentenkonferenz vergangene Woche gebeten hatten, in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter zu prüfen, die Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen haben. Das könne nur der Bundestag beschließen.

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