Last-Minute-Irrsinnn: Lautern schöpft wieder Hoffnung

Lukas Spalvis (vorn) erzielte den Siegtreffer für Kaiserslautern

Traditionsklub 1. FC Kaiserslautern hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ein Lebenszeichen von sich gegeben und seinen zweiten Saisonsieg erkämpft.

Der Tabellenletzte kam durch zwei späte Tore zu einem 2:1 (0:1)-Erfolg bei Dynamo Dresden und verkürzte den Abstand auf den Relegationsplatz auf nunmehr vier Punkte. Die Dresdner warten damit seit sechs Spielen auf einen Sieg und rutschten als 16. immer tiefer in die Krise. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Vor 27.224 Zuschauern brachte Lucas Röser die Gastgeber in der 15. Minute in Führung. In der 85. Minute glich Stipe Vucur für die Pfälzer aus, ehe drei Minuten später Lukas Spalvis sogar den Siegtreffer für den FCK erzielte, der nach einer achtwöchigen Verletzungspause erstmals wieder auf seinen Kapitän Daniel Halfar zurückgreifen konnte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

FCK-Coach Strasser erleichtert

"Ein Riesenkompliment an die Mannschaft wegen ihrer Moral und ihrer Mentalität, die sie heute auf den Platz gebracht hat", sagte FCK-Trainer Jeff Strasser bei RTL Nitro: "Wir haben in der Halbzeit umgestellt und ein anderes System gespielt. Nach der Pause haben wir offensiv andere Lösungen gefunden, mehr Druck nach vorne ausgeübt. Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu, das uns in den letzten Spielen phasenweise gefehlt hat." 

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus haderte indes mit der mangelnden Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Wir haben vergessen, das Spiel zu entscheiden. Wir müssen das zweite Tor machen. Das ist der Knackpunkt, daran werden wir weiter arbeiten."

Hartmann selbstkritisch

Niedergeschlagen und selbstkritisch zeigte sich indes Dresdens Kapitän Marco Hartmann. "Ich habe der Mannschaft den Abend ziemlich versaut. Mit meinen beiden Fehlern habe ich ihr den Sieg geklaut. Es tut mir leid, denn wir haben ordentlich gespielt", sagte er bei Sky.


Nach kurzem Straucheln in der Anfangsphase fing sich Dynamo mit dem Tor und dominierte die erste Hälfte. Der viermalige Meister Lautern blieb offensiv hingegen zunächst harmlos. Lediglich eine Großchance hatten die Pfälzer kurz vor der Halbzeit (44.). Brandon Borrello schob den Ball quer vors Tor, doch keiner seiner Mitspieler war mitgegangen.

Lauterns Trainer Jeff Strasser verstärkte nach dem Wechsel den Angriff und brachte Manfred Kwadwo für Verteidiger Benjamin Kessel. Lautern erarbeitete sich daraufhin mehr Ballbesitz und wurde in der Schlussphase für seine Bemühungen belohnt.