"Lasst iranische Frauen ins Stadion": Hackerangriff auf Nationalstadion

SID
"Lasst iranische Frauen ins Stadion": Hackerangriff auf Nationalstadion

In Iran hat es einen Hackerangriff auf die Website des Nationalstadions gegeben. Einen Tag nach dem WM-Qualifikationsspiel der bereits für die Endrunde qualifizierten iranischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Syrien (2:2) stand auf der Homepage des Azadi-Stadions ein Banner mit der Aufschrift: "Lasst iranische Frauen ins Stadion". 
Ausgerechnet, nachdem am Tag zuvor erstmals seit der Islamischen Revolution von 1979 mindestens zwei iranische Frauen legal im Stadion waren. Seit der Revolution ist es iranischen Frauen verboten, Fußballspiele und weitere Sportveranstaltungen zu besuchen. Offiziell, um die weiblichen Zuschauer vor den verbalen Entgleisungen der männlichen Besucher zu schützen. Allerdings scheinen die strikten Verbote langsam gelockert zu werden.
Zum Quali-Spiel gegen Syrien, das durch das Unentschieden die asiatischen Play-offs erreichte, hatte das Sportministerium erstmals Vertreterinnen des Parlaments eingeladen. Einige Frauen schlugen die Einladung allerdings aus.
"In einer Zeit, in der Mädchen sich als Männer verkleiden, um ins Stadion zu gehen, kann ich als Vertreterin dieser Menschen nicht durch eine besondere Erlaubnis ins Stadion gehen", sagte die Abgeordnete Parvaneh Salahshouri der Zeitung Shargh: "Ich gehe, wenn sie auch mitkommen dürfen."