"Lasse es mir nicht verbieten": Stephan kontert Hanning

Stefan Junold
Präsident Andreas Michelmann (l.) und Bob Hanning stehen an der Spitze des DHB

SPORT1-Kolumnist Daniel Stephan hat auf die Kritik von DHB-Vizepräsident Bob Hanning an einigen deutschen Handball-Experten reagiert.

"Ich lasse ich mir von Bob Hanning, der in einem Interview mit dem Tagesspiegel die Kommentare von den 'vermeintlichen Experten' zur Kaderzusammenstellung als 'krank und voller Neid' bezeichnet hat, nicht verbieten, einige Sachen kritisch anzusprechen", verteidigte sich Stephan bei SPORT1.


Der ehemalige deutsche Nationalspieler hatte die umstrittene Kadernominierung von Bundestrainer Christian Prokop vor der Handball-EM in Kroatien überrascht bewertet: "Damit hatte ich nicht gerechnet. Er baut mit dieser Nominierung weiteren Druck auf."

Prokop nimmt Korrektur vor

Stephan könne zwar verstehen, dass Hanning "seinen Trainer verteidigt - er hat ihn ja auch für 500.000 Euro Ablöse verpflichtet - aber ich denke schon, dass der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes etwas mehr Gelassenheit an den Tag legen sollte und den beteiligten Personen den nötigen Respekt entgegen bringen soll."


Prokops ursprünglicher EM-Kader war auf Kritik von mehreren Seiten gestoßen. Insbesondere die Nichtberücksichtigung von Abwehrchef Finn Lemke, Kiels Linksaußen Rune Dahmke und Rückraumspieler Fabian Wiede hatte für Aufsehen gesorgt.

Lemke wurde vor dem dritten Gruppenspiel gegen Mazedonien nachnominiert, Überraschungsmann Bastian Roschek stattdessen gestrichen.