Laschet: Neues Schuljahr ohne Masken bei niedriger Inzidenz

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"Man darf nicht als erstes wieder die Schulen schließen": Armin Laschet.
"Man darf nicht als erstes wieder die Schulen schließen": Armin Laschet.

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, ist für ein Ende der Maskenpflicht im neuen Schuljahr, falls die Corona-Inzidenzwerte niedrig bleiben.

"Nach den Ferien beobachten wir die Situation der Reiserückkehrer, und wenn wir das in den Griff bekommen, dass die Inzidenzen nicht besonders hoch sind, dann kann man auch die Masken im Unterricht wieder ablegen", sagte der NRW-Ministerpräsident im WDR. "Das Hauptziel muss sein: Man darf nicht als erstes wieder die Schulen schließen."

Mit stabilen Inzidenzen auf dem jetzigen Niveau könne er sich auch einen Start der nächsten Fußball-Bundesliga-Saison mit Zuschauern ähnlich wie bei der Europameisterschaft vorstellen, sagte der Ministerpräsident. Auf Fragen nach einer möglichen neuen Pandemie-Welle im kommenden Herbst wies Laschet vor allem auf die laufenden Impfungen hin. Wenn im Herbst 80 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, sei die Situation völlig anders als im vergangenen Jahr.

Gegen Verlängerung der Homeoffice-Pflicht

Eine Verlängerung der am 1. Juli endenden Homeoffice-Pflicht lehnte Laschet ab. Darüber müssten die Betriebe nach ihren jeweiligen Bedürfnissen entscheiden. Dies dürfe angesichts von Inzidenzwerten um 5 Infizierte auf 100.000 Menschen in sieben Tagen nicht der Gesetzgeber zentral verordnen. In vielen Betrieben sei es wichtig, dass Menschen sich am Arbeitsplatz begegnen.

Laschet nannte Steuererhöhungen das "falsche Mittel" und sprach sich gegen ein Tempolimit aus. "Auf einer leeren Autobahn schneller zu fahren, halte ich nicht für eine gesetzlich erforderliche Regelungsnotwendigkeit." Er fügte hinzu: "Wenn Sie Nordrhein-Westfalen sehen: So viele Straßen gibt es gar nicht, wo Sie tagsüber über 130 fahren können."

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