Lanxess blickt etwas vorsichtiger auf 2022 - Übernahmen liefern Rückenwind

KÖLN (dpa-AFX) -Hohe Kosten für Energie und Rohstoffe und eine teils trägere Nachfrage stimmen den Chemiekonzern Lanxess DE0005470405 für das laufende Jahr etwas vorsichtiger. Es werde nun für 2022 mit einem bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) zwischen 900 bis 950 Millionen Euro gerechnet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bisher lag das obere Ende der Spanne bei einer Milliarde Euro. Nach 815 Millionen Euro im vergangenen Jahr wäre das immer noch ein deutliches Plus. Die durchschnittliche Analystenschätzung liegt eher am oberen Ende der neuen Spanne.

Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte der MDaxDE0008467416-Konzern den Umsatz im Jahresvergleich dank höherer Verkaufspreise und Übernahmen um gut 38 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis stieg wegen des Gegenwinds auf der Kostenseite mit einem Plus von knapp 5 Prozent auf 240 Millionen Euro deutlich weniger. Unter dem Strich blieben 80 Millionen Euro hängen, nach 74 Millionen vor einem Jahr. Während Lanxess eine Schwäche der Bauwirtschaft zu spüren bekommt, liefen die Geschäfte rund um Desinfektions- und Konservierungsmittel in der Sparte Consumer Protection auch dank Übernahmen gut.