Prozess: Mutter, Tochter und Komplizen bestehlen 103-Jährigen

Die vier Angeklagten sollen sich Zugang zu den Wohnungen von Senioren verschafft haben. Vor Gericht schweigen sie.

Die mutmaßlichen Haupttäter der Diebstahlsserie, die seit Montag vor dem Landgericht Moabit verhandelt wird, bringen es zusammen auf 108 Lebensjahre. Das älteste Opfer der angeklagten Taten war 103 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft wirft Mihail K. (52) und Jadwiga G. (56) vor, sich im November vergangenen Jahres gemeinsam mit Merry G. (31) und Rocky D. (24) zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben. Ihr Ziel laut Anklage: Ältere und nach Möglichkeit gebrechliche Menschen um Bargeld und Wertsachen zu erleichtern.

Dabei soll die Bande arbeitsteilig vorgegangen sein. Mihail K. und Jadwiga G. sollen stadtweit unterwegs gewesen sein, um geeignete Opfer auszuspähen. Jadwiga G. kam nach Überzeugung der Ermittler dann die Aufgabe zu, den ausgewählten Personen die Wohnungsschlüssel zu entwenden. Merry G. und Rocky D. sollen dann in die Wohnungen eingedrungen und die Diebstähle begangen haben. Klappte der Taschendiebstahl nicht, sollte Plan B. zum Einsatz kommen. Der sah der Anklage zufolge vor, dass ein Bandenmitglied die ausgespähten Opfer zu Hause aufsuchte, um sich und mindestens einem Komplizen unter einem Vorwand Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, die klassische Methode aller Trickdiebe.

Die aufdringliche Frau einfach fortgestoßen

Gleich der erste Versuch war erfolgreich. In einem Bus in Reinickendorf fiel die Wahl der Täter auf ein 79 und 84 Jahre altes Ehepaar auf dem Weg zum Arzt. Jadwiga G. soll die Eheleute um eine Auskunft gebeten und sich dann aus lauter Dankbarkeit mit gl...

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