Langlauf-Olympiasiegerin Nilsson mit "Albtraum-Debüt"

SID
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Skilanglauf-Olympiasiegerin Stina Nilsson ist bei ihrer internationalen Wettkampfpremiere im Biathlon knallhart auf dem Boden der Realität gelandet. Die 27-Jährige belegte im Sprint beim zweitklassigen IBU Cup am Arber nach fünf Strafrunden nur Rang 99. Ihr Rückstand beim "Albtraum-Debüt" (Expressen) auf Siegerin Tatjana Akimowa aus Russland: 3:48,6 Minuten.

Die vielleicht schlechteste Nachricht für die frühere Weltklasse-Langläuferin: Stolze 53 (!) Konkurrentinnen waren in der Loipe schneller.

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Dennoch war Nilsson "froh", dass sie ihren Neustart nun endlich hinter sich hat. "Es war schwer - beim Schießen und in der Spur. Und dann wird es eben schwierig im Biathlon", sagte sie im schwedischen Fernsehen SVT und meinte: "Ich glaube, dass viele von mir mehr erwarten als ich selbst."

Im März hatte die zweimalige Weltmeisterin und Sprint-Olympiasiegerin völlig überraschend ihren Abschied vom Skilanglauf verkündet, der Umstieg sorgte für einigen Medienrummel. Eigentlich hätte der IBU Cup schon Ende November starten sollen, nach zahlreichen coronabedingten Absagen sind die Wettkämpfe am Arber im bayerischen Wald für die zweite Biathlon-Liga erst der Saisonstart.

"Es gab viele Dinge, die Energie gekostet haben", sagte Nilsson über die vergangenen Wochen. "Ich weiß, dass Stina es viel besser kann", betonte Schwedens deutscher Nationaltrainer Johannes Lukas. Er hoffe, dass nun "alle verstehen, wie schwierig Biathlon ist und, dass sie Zeit braucht".