Langjähriger General-Electric-Chef Jack Welch gestorben

Jack Welsh

Der langjährige Chef des US-Industriekonzerns General Electric (GE), Jack Welch, ist tot. Der legendäre Manager starb im Alter von 84 Jahren, wie GE am Montag bestätigte. Welch hatte General Electric 20 Jahre lang geführt und zu einem der wichtigsten US-Konzerne aufgebaut. Das Magazin "Forbes" kürte ihn 1999 zum "Manager des Jahrhunderts".

Der Sohn eines Eisenbahners war 1960 als Chemie-Ingenieur in der Plastiksparte von General Electric eingestiegen. 1979 wurde er Vize-Präsident des GE-Verwaltungsrats und zwei Jahre später Konzernchef. Er baute GE zu einem weitverzweigten Großkonzern auf, der unter anderem bei Haushaltsgeräten, in der Luftfahrt, im Energiesektor, bei Medizingeräten, Finanzen und in der Unterhaltungs- und Medienbranche vorne mitmischte.

Berüchtigt war Welch auch als harter Sanierer, der im Zuge von Umstrukturierungen tausende Arbeitsplätze strich. Seinen Managern gab er vor, sie sollten schlecht laufende Sparten "sanieren, schließen oder verkaufen". Er gab die Konzernspitze im September 2001 ab - wenige Tage vor den Anschlägen vom 11. September. Den Börsenwert des Siemens-Konkurrenten hatte er in seiner Zeit als Konzernchef von zwölf Milliarden Dollar aus 410 Milliarden Dollar vergrößert.

In den folgenden Jahren stürzte General Electric in die Krise, unter anderem in Folge des 11. September, des Platzens der Dotcom-Blase und der Finanzkrise von 2008. GE musste sich von zahlreichen Sparten trennen, unter anderem vom Medienunternehmen NBCUniversal und vom Finanzdienstleister GE Capital.

Welch schrieb in der Zeit Bücher, hielt Konferenzen ab und war regelmäßiger Gast des Finanznachrichtensenders CNBC. Er war in dritter Ehe mit der Journalistin Suzy Welch verheiratet. Welch hinterlässt seine Frau und vier Kinder aus erster Ehe.