Lange Haftstrafen in Prozess um zerteilte Leiche vor Saarbrücker Landgericht

In einem Prozess um die Tötung eines 60-Jährigen und die Zerteilung seiner Leiche hat das Landgericht Saarbrücken die beiden Angeklagten am Donnerstag zu langen Haftstrafen verurteilt. Eine 51-Jährige soll wegen Totschlags, versuchter Nötigung und des Verwendens von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation für zehneinhalb Jahre in Haft, wie ein Gerichtssprecher sagte. Ein 45-Jähriger wurde wegen Totschlags zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden ihr Opfer im November im saarländischen Nalbach während eines Streits getötet hatten. Anschließend zerteilten sie den Toten und vergruben Teile der Leiche in einem Wald. Zudem beleidigte und bedrohte die Frau wenige Tage nach der Tat in Saarlouis Mitarbeiter eines Krankenhauses und Polizisten. Dabei verwendete sie ein Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation.

Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für die Frau eine Strafe von 13 Jahren und neun Monaten und für den Mann zwölfeinhalb Jahre gefordert hatte. Das Urteil ist nach Angaben des Gerichtssprechers bereits rechtskräftig. Alle Seiten verzichteten auf das Einlegen von Rechtsmitteln.

ald/cfm

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