Landsberg: Kita weigerte sich, Kindern lebenswichtige Medikamente zu geben

Katharina Hoch
Die Erzieher hätten sogar eine Schulung einer Kinderärztin bekommen, um zu lernen, wie man das Medikament verabreicht.
  • In Landsberg haben Eltern die Kita “Wirbelwind” verklagt.
  • Die Erzieher weigerten sich, der fünfjährigen Tochter, die unter einer Allergie leidet, Medikamente zu geben. 

Um sein Kind mit einem guten Gefühl in einer Kita abzugeben, muss man den Erzieherinnen und Erziehern vertrauen. Man muss die Gewissheit haben, dass sie sich um das Kind liebevoll kümmern und auch im Notfall wissen, was zu tun ist. 

Dieses Gefühl hatte Nicole Nagorny vermutlich nicht, wenn sie sich von ihrer Tochter in der Kita “Wirbelwind” in Landsberg verabschiedete. 

Denn: Die Fünfjährige ist allergisch auf Hülsenfrüchte. Sie kann innerhalb weniger Minuten ersticken, wenn sie beispielsweise eine Erdnuss isst. Die Atemwege schwellen an und sie braucht auf der Stelle Notfallmedizin. Das berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung (MZ)”. 

Erzieher weigerten sich, Medikamente zu verabreichen

Das Mädchen hat eine Notfalltasche dabei, in der sich Tropfen und eine Spritze befinden. Doch die Erzieherinnen und Erzieher sollen sich geweigert haben, diese Medikamente im Notfall zu verabreichen. Die Kita-Leitung habe es ihnen so vorgeschrieben, wie die Zeitung erklärt.

Mehr zum Thema: “Wir arbeiten Vollzeit und können trotzdem nicht davon leben” - Appell einer Erzieherin

Die Begründung: Erzieher sind pädagogisches und nicht medizinisches Personal.

Nagorny habe im Mai einen Brief von der Kita-Verwaltung erhalten, der laut “MZ” auch an alle anderen städtischen Kindergärten herausgegangen sein soll. 

Das könnte euch auch interessieren:

Weiterlesen auf HuffPost