Landgericht: Verletzte Bundespolizistin erhält kein Schmerzensgeld

Tödlicher Absturz im März 2013: Die beiden Hubschrauber der Bundespolizei liegen auf dem Maifeld am Olympiastadion

Das Landgericht Berlin hat die Klage einer Bundespolizistin abgewiesen, die bei einem Hubschrauberabsturz schwer verletzt worden war und Schmerzensgeld in Höhe von 75.000 Euro verlangt hatte.

Bei einem Übungseinsatz der Bundespolizei im März 2013 war in Berlin bei der Kollision zweier Hubschrauber auf dem Maifeld am Berliner Olympiastadion ein 40 Jahre alter Pilot ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden schwer, vier leicht verletzt. Ein Mannschaftshubschrauber war beim Landeanflug auf einen bereits am Boden stehenden Helikopter gekracht. Dessen Pilot starb noch am Unfallort. Nach dem Absturz war Kritik laut geworden, dass die Übung bei dichtem Schneetreiben nicht abgebrochen wurde.

An jenem Vormittag herrschte winterliches Wetter und am vorgesehenen Landeort lag Schnee. Die Hubschrauber sollten nebeneinander landen. Aufgrund der Schneeverhältnisse wurden auf Wunsch eines der drei Piloten, einem Bundespolizeibeamten einer Fliegerstaffel und späteren Beklagten zusätzlich Einweiser im Bereich des vorgesehenen Landeplatzes eingesetzt. Die Bundespolizistin war im Bundespolizeipräsidium, Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, tätig und hatte an jenem Tag die Aufgabe, eine in einem der Hubschrauber mitfliegende Journalistin in Empfang zu nehmen. Daher befand sich die Klägerin unweit von dem Landeplatz.

Schneeaufwirbelungen beim Landeanflug

Der Unfall ereignete sich laut Gericht wie folgt: Nachdem der erste Hubschrauber gelandet war, habe der zweite Hubschrauber bei seiner Landung...

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