Landgericht Köln verbietet Tina-Turner-Plakat

Wegen Verwechslungsgefahr hat das Landgericht Köln ein bestimmtes Werbeplakat für die sogenannte Tribute-Show "Simply the Best - die Tina Turner Story" verboten. Der Name Tina Turner auf dem Plakat gemeinsam mit dem Bild einer Doppelgängerin könne den falschen Eindruck erwecken, dass Turner selbst an dieser Show mitwirken würde, urteilte das Gericht am Mittwoch laut einer Sprecherin. (Az. 28 O 193/19)

Die beklagte Veranstaltungsfirma habe nicht das Recht, ein potenzielles Publikum über die Mitwirkung von Tina Turner zu täuschen, befand die Kölner Zivilkammer. Im vorliegenden Fall überwögen die berechtigten Interessen von Tina Turner hinsichtlich ihres Rechts an ihrem Namen und ihrem Bild die Kunstfreiheit der Veranstaltungsfirma. Die Firma kann gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht einlegen.

Nach Gerichtsangaben wird mit dem Plakat für eine Show geworben, in der die Doppelgängerin von Tina Turner auftritt. Das Bild stellt auch nicht die heute 80-jährige weltbekannte Sängerin dar, sondern die in der Show auftretende Künstlerin mit einer Perücke und in einer Pose. Die Bildaufschrift lautet: "Die Tina Turner Story" und "Simply the Best" oder "Simply the Best - Das Musical".