Landgericht: Angeklagter gesteht: Mädchen im Darknet für Sex angeboten

Der 36-jährige Alexander G. soll Mädchen im Darknet für Sex angeboten haben

Berlin. Alexander G., der sich vor einer Moabiter Jugendkammer wegen sexuellen Missbrauchs verantworten muss, hat eine merkwürdige Sicht auf sich selbst: Einerseits ist er ein netter verständnisvolle Mann, andererseits ein virtueller Badboy, der angeblich nur austesten wollte, wie andere – in seinem Fall Mädchen – "reagieren und wie weit sie gehen würden". Und bestraft werden, so der Tenor, müsste eigentlich nur die Kunstfigur, der virtuelle Badboy.

Genau betrachtet ist der 36-jährige Eventmanager nichts von beiden, sondern einfach nur ein skrupellos agierender Pädophiler mit einer besonderen Zuneigung für präpubertäre Mädchen. Seine Opfer waren zwischen neun und 14 Jahre alt. Er spürte sie in sozialen Netzwerken auf. Er selbst nahm dabei verschiedene Identitäten an, war mal ein zwölfjähriges Mädchen, mal ein 25-Jähriger mit sehr viel Verständnis für die Mädchen.

Der Angeklagte gesteht alles

Alexander G. gibt alles zu, was ihm von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wird. Das ist die Gegenleistung für das Angebot des Gerichts, im Falle eines Geständnisses einen Strafrahmen von dreieinhalb bis viereinhalb Jahren Haft einzuhalten. Als der Anklagesatz verlesen wird, weint er, kann sich kaum beruhigen.

Wenig später kann er sehr rational erklären, was ihn getrieben hat, das Vertrauen der Kinder so übel zu missbrauchen. Er erzählt von seinem Pech als Teenager bei gleichaltrigen Mädchen und später auch bei Frauen, bei denen er partout nicht landen konnte: "Ich hatte immer nur viele beste Freundi...

Lesen Sie hier weiter!