Landesbanken wollen nun 80% ihrer Nachwuchsbanker übernehmen

·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Nachwuchskräfte bei deutschen Landesbanken erhalten künftig in 80% der Fälle ein Übernahmeangebot ihrer Arbeitgeber.

Das sieht ein Nachwuchskräftetarifvertrag vor, der zwischen den öffentlichen Banken - darunter Institute wie BayernLB, LBBW, Helaba, NordLB und DekaBank - und den Gewerkschaften abgeschlossen wurde.

Demnach erhalten 60% der Nachwuchskräfte in direktem Anschluss an die Ausbildung ein Angebot zur Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Vollzeit, wie die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken und Verdi am Mittwoch mitteilten. Weiteren 20% wird ein auf 12 Monate befristeter Arbeitsvertrag angeboten. Voraussetzung ist ein Notendurchschnitt von jeweils bis zu 2,4.

Der Nachwuchskräftetarifvertrag schließt neben Auszubildenden auch dual Studierende ein. Diese erhalten zur Deckung von Mehrkosten des Studiums neben ihrer Vergütung eine monatliche Studienzulage von 200 Euro. Zudem bekommen alle Nachwuchskräfte einen Anspruch auf Weiterbildung zum Zukunftsthema Nachhaltigkeit.

Der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken gehören 44 Institute mit zuletzt rund 60.000 Beschäftigten an.

Bis 2020 bestand eine Verhandlungsgemeinschaft mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes, der zwischenzeitlich auch der Arbeitgeberverband der Volks- und Raiffeisenbanken angehörte. Jetzt führen die öffentlichen Banken wieder eigenständige Tarifverhandlungen.

(Ergänzt um Notenvoraussetzung im 3. Absatz)

More stories like this are available on bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.