Land Berlin fordert über 100 Millionen Euro von der Gasag

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Senatsverwaltung für Finanzen hat den Gasnetzbetreiber Gasag auf Zahlung von mehr als 100 Millionen Euro verklagt. Grund seien nachträgliche Forderungen bei der Konzessionsabgabe für das Betreiben der Gasleitungen unter den öffentlichen Berliner Straßen, berichtete zuerst die "Berliner Morgenpost" (Samstag).

Es gehe um Nachzahlungen der Abgabe für die Jahre 2009 bis 2013 bestätigte eine Gerichtssprecherin der Zeitung. Die Senatsverwaltung für Finanzen gehe davon aus, dass dem Land pro Jahr bis zu 18 Millionen Euro mehr zustünden. In der Summe hoffe Berlin auf einen Betrag von 90 Millionen Euro. Zusätzlich wollen die Beamten Forderungen für das Jahr 2014 geltend machen, weil hier Verjährung drohe, hieß es. Dadurch steige die Forderung an die Gasag auf mehr als 100 Millionen Euro.

Als Termin für die Verhandlung habe das Landgericht den 24. Januar 2018 festgesetzt. Gasag und Senat hätten sich mit Stellungnahmen zunächst zurückgehalten, hieß es. Am Samstag war in den Behörden niemand erreichbar. Die Sprecherin von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen bestätigte der "Berliner Morgenpost" aber, dass es einen Rechtsstreit gebe.