Der Lall-Faktor: Was ESC-Vorletzter Jendrik Sigwart anders machen würde

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'I Don't Feel Hate' lautete der Titel des deutschen Beitrags zum diesjährigen Eurovision Song Contest. Doch im wahren Leben sieht es für den Interpreten Jendrik Sigwart zurzeit ganz anders aus: Im Netz arbeiten sich die Hater an dem 26-Jährigen ab.

"Ich bekomme sehr viel Hass ab"

Dabei hatte er nach seinem Auftritt noch mit lallender Stimme verkündet: "Ich war mit mir zufrieden, habe mich sehr wohl gefühlt und war happy. Es war einfach toll, diesen ESC-Vibe gelebt zu haben." Das schien vielen ein wenig zu entspannt angesichts der Mega-Klatsche — nur Großbritannien schnitt noch schlechter ab. Mittlerweile rudert Jendrik auf Instagram selbstkritisch zurück: "Natürlich hätte ich gerne mehr Punkte gehabt und natürlich bekomme ich jetzt sehr viel Hass ab."

Jendrik Sigwart will kein Mitleid

Viele hatten schon während des Auftritts auf Social Media von 'Fremdschämen' geschrieben, und das Ausbleiben der Punkte machte die Dinge nicht besser. Klar, dass Jendrik erster Adressat des Frusts war. Schuld daran sei wohl zum Teil auch das Lall-Interview, glaubt der Sänger. Es ist ihm im Nachhinein unangenehm, doch gleichzeitig will er jetzt nach vorn schauen: "Jetzt in Selbstmitleid zu versinken wäre nicht ich. Für mich heißt es jetzt quasi, dass ich lernen muss, bessere Songs zu schreiben."

Während Jendrik also seine Wunden leckt, gerät in Deutschland wieder einmal das Auswahlverfahren für den ESC in die Schusslinie - bis zu den nächsten nil points.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache