Lagerbestände beim Wein deutlich abgebaut

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BODENHEIM (dpa-AFX) - Die Lagerbestände von deutschem Wein haben sich in diesem Jahr deutlich verringert - damit gibt es mehr Platz für den neuen Jahrgang. Zum Stichtag 31. Juli lagerten in den Kellern von Erzeugern und Händlern 8,4 Millionen Hektoliter Wein und Schaumwein, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) am Donnerstag in Bodenheim bei Mainz mitteilte. Das sind 7,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damals waren die Keller auch deswegen besonders voll, weil die Erntemenge des 2018er Jahrgangs ungewöhnlich groß war.

Die rückläufigen Zahlen sind nach Ansicht von DWI-Geschäftsführerin Monika Reule ein weiteres Indiz für einen guten Absatz heimischer Weine. Im zweiten Quartal hatten die Verbraucher nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Nielsen für das DWI rund 14 Prozent mehr an deutschen Weinen eingekauft als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Wein in Deutschland lag zuletzt bei 20,1 Litern im Jahr.

Die Weinbestände ausländischer Herkunft nahmen hingegen zum Stichtag 31. Juli von 3,7 auf 4 Millionen Hektoliter zu. Insgesamt beträgt der Gesamtlagerbestand damit rund 12,4 Millionen Hektoliter, die sich jeweils zur Hälfte auf die Erzeuger und den Handel verteilen. Davon waren 59 Prozent Weißweine und 41 Prozent Rotweine. Auf Schaumweine entfiel etwa ein Fünftel des Gesamtlagerbestands aus. Dabei hatte Sekt aus Deutschland mit 0,6 Millionen Hektolitern einen Anteil von fünf Prozent.