LafargeHolcim prüft Verkauf brasilianischer Zementwerke: Kreise

Aaron Kirchfeld, Cristiane Lucchesi und Kiel Porter
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- LafargeHolcim Ltd., der weltgrößte Zementhersteller, prüft laut informierten Kreisen den Verkauf seiner brasilianischen Sparte, die mit bis zu 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) bewertet werden könnte.

Das schweizerisch-französische Unternehmen hat Banco Itau BBA als Berater für einen möglichen Verkauf angeheuert, sagten die Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten. LafargeHolcim könnte alle seine Werke in Brasilien an einen Käufer abgeben oder die Vermögenswerte aufteilen, sagten die Personen.

LafargeHolcim hat unter Vorstandschef Jan Jenisch bereits Vermögenswerte verkauft, die das Unternehmen nicht zum Kerngeschäft zählt, um die Schuldenlast zu reduzieren. Seit der Ankündigung eines Restrukturierungsplans im Jahr 2018 versucht das Unternehmen, seine Aktivitäten außerhalb Europas herunterzufahren in Ländern wie Indonesien und Malaysia.

Das Vorhaben, die brasilianischen Werke abzustoßen, sei eine Fortsetzung dieser Bemühungen, sagten die Personen. LafargeHolcim hat laut dem nationalen Zementherstellerverband SNIC 12 Werke in Brasilien. Sprecher von LafargeHolcim und Banco Itau lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Zementverkäufe in Brasilien steigen nach Jahren des Rückgangs wieder an, angekurbelt von Baufirmen, die während der Lockdowns aktiv blieben und Personen, die von zu Hause aus arbeiten und dabei ihre Häuser renovieren. Insgesamt wurden in den 12 Monaten bis März 62,9 Millionen Tonnen Zement im Land verkauft, ein Anstieg von 15% im Vergleich zum Vorjahr, wie die Zahlen von SNIC zeigen.

Die Aktien von LafargeHolcim sind in den letzten 12 Monaten um fast 59% gestiegen, was dem Unternehmen einen Marktwert von 35 Milliarden Schweizer Franken beschert.

Überschrift des Artikels im Original:LafargeHolcim Is Said to Explore Sale of Brazilian Cement Unit

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