LafargeHolcim bleibt trotz Umsatzrückgang im ersten Quartal zuversichtlich

JONA (dpa-AFX) - Der schweizerische Baustoffkonzern LafargeHolcim <CH0012214059> hat im ersten Quartal die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren bekommen. Insbesondere in Asien war der Absatz von Zement und Baustoffen rückläufig, während andere Regionen erst teilweise von Lockdown-Maßnahmen betroffen waren. Die Erholung in China im April stimmt jedoch mit Blick nach vorn zuversichtlich. Eine Prognose für das laufende Jahr gab der HeidelbergCement-Konkurrent <DE0006047004> aber nicht ab.

"Angesichts der Krise, die wie ein Tsunami über uns alle hereingebrochen ist, haben wir ein robustes Quartalsergebnis erreicht", sagte Konzernchef Jan Jenisch an einer Telefonkonferenz am Donnerstag. "Wir konnten den Rückgang in Asien teilweise durch solides Wachstum in Nordamerika und die Margenverbesserung in Europa ausgleichen. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 5,29 Milliarden Franken (fünf Milliarden Euro) zurück.

Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Ver- und Zukäufe sowie Währungseffekten, betrug das Minus aber nur etewas mehr als drei Prozent Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 262 Millionen Franken 14 Prozent tiefer und auf vergleichbarer Basis um 2,6 Prozent. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz und vor allem beim operativen Ergebnis klar übertroffen.

Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten bis zu fünf Prozent zu, rutschte dann aber mit dem schwachen Gesamtmarkt leicht ins Minus. Im seit 24. Februar laufenden Corona-Crash gab die Aktie bisher rund 17 Prozent nach und damit etwas mehr als der Schweizer Standardwerteindex SMI, aber deutlich weniger als die HeidelbergCement-Aktie, die in dem Zeitraum fast 30 Prozent verlor.