Lachs ist in aller Munde - so profitieren Sie!

Thomas Bergmann
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Hebel-Depot: 90 Prozent mit Lachs

Fisch, insbesondere Lachs, ist wegen der Omega-3-Fettsäuren gesund und kommt deshalb bei immer mehr Verbrauchern auf den Teller. Nach Angaben des Branchenführers Marine Harvest wurden 1995 weltweit rund 15 Kilogramm Fisch pro Kopf und Jahr verzehrt. 2025 sollen es bereits fast 22 Kilogramm sein, etwa acht Prozent mehr als zurzeit. Davon sollten sieben Konzerne, die in einem einzigen Index zusammen­gefasst sind, profitieren.

Lachs ist der beliebteste Speisefisch der Deutschen – das dritte Jahr in Folge. Von den insgesamt 1,16 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte (Fanggewicht), die im Jahr 2016 in Deutschland verzehrt wurden, waren laut Fisch-Informationszentrum e. V. (FIZ) 19,2 Prozent Lachse. Immer seltener stammt dieser Fisch aus dem Meer, dafür immer häufiger aus dem Käfig – aus einem norwegischen.

Norwegen dominiert

Nach Daten der OECD züchteten die Norweger im Jahr 2016 rund 1,2 Millionen Tonnen Atlantischen Lachs. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Chile (515.000 Tonnen), dem zweitgrößten Erzeugerland. Und es dürften in den nächsten Jahren immer mehr werden, denn der Mix aus zunehmender Weltbevölkerung, wachsendem Wohlstand und dem damit einhergehenden höheren Fischkonsum treibt die Nachfrage an. Vor allem in Deutschland ist der Nachholbedarf immens. 2016 lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Fischereierzeugnissen bei rund 14,2 Kilogramm Fanggewicht. In Ländern wie Portugal, Norwegen oder Island waren es laut OECD mehr als 50 Kilogramm pro Kopf und pro Jahr.

Um diese Nachfrage bedienen zu können, kommt der industriellen Fischzucht, besonders dem Aquafarming, eine immer größere Bedeutung zu. Die OECD prognostiziert, dass im Jahr 2026 rund 58 Prozent der globalen Fischproduktion aus sogenannten Aquakulturen kommen werden. 2006 lag der Anteil noch bei 41 Prozent.

Der Lachs-Index

Das sind rosige Aussichten für die Unternehmen im neuen Nordic Fish Farmer Index der Deutschen Bank. Das Lachs-Barometer enthält sieben Unternehmen – allesamt aus Norwegen –, die ihre Erträge in den Bereichen Fischzucht, Fischfang, Fischzuchtanlagen sowie der Verpackung und dem Vertrieb von Fisch erwirtschaften. Weitere Aufnahmekriterien sind ein Börsenwert von mindestens 500 Millionen Euro sowie eine ausreichende Handelsliquidität an den Börsen in Dänemark, Schweden, Finnland oder eben Norwegen. Maximal zehn Aktien dürfen im Nordic Fish Farmer Index vertreten sein, der halbjährlich überprüft wird und die Nettodividenden der Indexmitglieder reinvestiert. Das Thema Dividenden hat hier durchaus Relevanz. Die sieben Unternehmen kommen auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von 4,9 Prozent.

Marine Harvest: Die Nummer 1

Zu den Auserwählten im Index zählt natürlich Marine Harvest. Mit einem Marktanteil von mehr als 20 Prozent und einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sind die Norweger der weltweit größte Produzent von Zuchtlachs. Allein 2017 produzierte die Firma 370.000 Tonnen von dieser Salmonidenart. Um seine Marktstellung zu verteidigen, will Marine Harvest den kanadischen Lachszüchter Northern Harvest für umgerechnet 210 Millionen Euro übernehmen. Darüber hinaus hat der Konzern ein weltweites Sparprogramm aufgelegt, das Einsparungen von rund 50 Millionen Euro pro Jahr ermöglichen soll.

Starke Erholung

Ein Blick auf den Kursverlauf des Lachs-Barometers verrät, dass die Kurse der Fischzüchter zwischen Oktober 2017 und Ende Januar 2018 deutlich zurückgekommen waren. Dies lag daran, dass die Lachs­preise im vierten Quartal wegen eines höheren Angebots um rund ein Viertel einbrachen. Seitdem hat sich der Index aber wieder stark erholt und steht kurz vor dem Ausbruch auf ein neues Rekordhoch. Offensichtlich haben die starken Wachstumsaussichten am Markt die Skepsis in Bezug auf die Preisentwicklung verdrängt.

Satte Renditechancen

Ein Investment in Fisch-Aktien ist nicht ohne Risiko, doch die Aussichten für die Lachszüchter sind glänzend. Mutige Anleger setzen auf das Knock-out-Zertifikat der Deutschen Bank mit der WKN DS2LQD.