Lachen gegen den Klimawandel: US-Late-Night-Shows schließen sich zu einmaliger Aktion zusammen

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Um das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen, schlossen sich sieben US-Late-Night-Comedy-Shows zu einer einmaligen Aktion zusammen: Am Mittwoch widmeten sich Jimmy Kimmel, James Corden und fünf weitere Hosts auf unterhaltsame Weise dem wohl größten Problem unserer Zeit.

Jimmy Kimmel war einer der Late-Night-Talker, die sich an der Aktion beteiligten. (Bild: 2021 Randy Holmes/ABC via Getty Images)
Jimmy Kimmel war einer der Late-Night-Talker, die sich an der Aktion beteiligten. (Bild: 2021 Randy Holmes/ABC via Getty Images)

Brennende Wälder, überflutete Städte und vom Wind zerstörte Häuser: Die Auswirkungen des Klimawandels sind bei Weitem kein Grund zum Lachen. Doch wie sagt eine alte Volksweisheit so schön? "Lachen ist die beste Medizin." Das dachte sich wohl auch der US-amerikanische Comedy-Veteran Steve Bodow, ehemaliger ausführender Produzent von "The Daily Show" und rief deshalb eine besondere und einmalige Aktion ins Leben: Die Climate Night ("Klima-Nacht").

Am vergangenen Mittwoch widmeten die "The Late Show with Stephen Colbert", "The Late Late Show with James Corden", "Jimmy Kimmel Live!", "The Tonight Show Starring Jimmy Fallon", "Late Night with Seth Meyers", "The Daily Show with Trevor Noah" und "Full Frontal with Samantha Bee" ihr Programm ausschließlich dem Klimawandel und dessen Bekämpfung. Dafür sprachen sie mit ihren prominenten Gästen über deren Engagement für die Umwelt, wie Stephen Colbert mit dem Popsänger Shawn Mendes, erklärten die Zusammenhänge und Probleme des Klimawandels auf humorvolle Weise wie Jimmy Kimmel oder demonstrierten - bewusst überspitzt - was jeder einzelne tun kann: Samantha Bee betrieb in einem Vorab-Clip ihre Studiotechnik mit einem Fahrrad und rief dazu auf, weniger zu baden.

Witze lassen das Problem weniger einschüchternd erscheinen

Er hoffe, dass die Veranstaltung dazu beitrage, das Reden und Denken über das Klima zu normalisieren und sogar Witze darüber zu machen, erklärte Initiator Steve Bodow gegenüber der Nachrichtensendung "CBS News". Denn: "Über ein Problem zu lachen, kann dazu beitragen, dass das Problem weniger einschüchternd und vielleicht sogar lösbar erscheint." Es sei vor allem wichtig, die Menschen dazu zu bringen, über den Klimawandel nachzudenken und darüber zu sprechen. "Und, Gott steh uns bei, das Late-Night-Fernsehen ist ein Ort, an dem viele Menschen eine Menge Informationen bekommen." Der Zusammenschluss der sieben Shows sollte zudem bewirken, dass die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner, die ständig von einer überwältigenden Menge an Medieninhalten bombardiert werden, auch wirklich davon mitbekämen.

Dass der Zusammenschluss von Comedy und Klimawandel gut funktioniert, zeigt sich im Übrigen an Rollie Williams: Viele Jahre lang verkörperte er den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore in einer Bühnenshow und interviewte dabei Klimawissenschaftler und -wissenschaftlerinnen. Inzwischen betreibt er einen erfolgreichen YouTube-Kanal namens ClimateTown mit über 60.000 Anhängern.

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