Labbadia trifft mit Hertha auf Ex-Klub

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Sein erstes Wiedersehen mit Ex-Klub VfL Wolfsburg sei bestimmt nicht "normal", das gibt Bruno Labbadia zu. "Die Zeit in Wolfsburg war intensiv, sie hat mir viel gegeben", sagt der heutige Trainer von Hertha BSC.

Packendes Relegations-Drama, umjubelter Europacup-Einzug, geräuschvolle Trennung - in nur anderthalb Jahren erlebte Labbadia beim Werksklub extreme Höhen und Tiefen.

Am Sonntag (Bundesliga: Hertha BSC - VfL Wolfsburg um 18 Uhr im LIVETICKER) trifft er mit Hertha erstmals wieder auf den VfL - und dabei kann Labbadia einen Meilenstein setzen. Der 100. Bundesligasieg als Trainer ist möglich, doch Gefühle wie "Genugtuung" oder "Stolz" stehen bei Labbadia hinten an. "Der Sieg würde mir viel bedeuten, aber nicht wegen der Marke", sagte der 54-Jährige: "Der Mannschaft würde er guttun, uns allen würde er guttun."

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Die neureiche Hertha, die mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet war, hat vier Mal in Folge verloren und blickt eher in den Abstiegs-Abgrund als in Richtung Europacup.

Labbadia ohne Groll gegen Schmadtke

Labbadia weiß aus Erfahrung, dass sich das Blatt so früh in der Saison schnell wenden kann. Doch die noch ungeschlagenen Wolfsburger, von denen er viele noch selbst trainiert hat, seien nur schwer zu knacken.

"Sie sind sehr eingespielt und haben Einzelspieler, die ein Spiel entscheiden können", warnte der Hertha-Coach, "aber wir wollen unseren ersten Heimsieg einfahren."

Sollte Labbadia vor dem Anpfiff Jörg Schmadtke wiedertreffen, werde er ihn "normal begrüßen".

Auf die Differenzen mit dem VfL-Sportchef, die 2019 zur Trennung geführt hatten, blickt Labbadia nicht mit Groll zurück. "Schmerzhaft" sei für ihn damals lediglich gewesen, die Mannschaft, die er mit einem spektakulären 8:1-Sieg gegen den FC Augsburg in die Europa League geführt hatte, zurückzulassen.

Guendouzi gleich von Beginn an?

"Wenn man durch so viele Tiefen geht und dann so einen schönen Abschluss hat", sagte Labbadia, "dann schweißt das natürlich zusammen."

Ob der französische Neuzugang Matteo Guendouzi, der sich nach seiner elftägigen Quarantäne nach einer Corona-Infektion zu "200 Prozent" einsatzbereit sieht, von Beginn an auflaufen darf, ließ der Hertha-Coach derweil offen.

Eines aber stellte Labbadia klar: Ihn "nerve" die Sieglos-Serie, sie soll am Sonntag ein Ende haben: "Ich will gewinnen!" Nicht wegen der 100er-Marke, nicht wegen Ex-Klub Wolfsburg - sondern wegen Hertha.

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