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Mit Labaddia brennt es noch mehr beim VfB

Vielleicht kein so schönes Bild, aber stimmt nun mal: Seit der Feuerwehrmann in Stuttgart übernommen hat, brennt es nur noch mehr beim VfB.

In der Labbadia-Tabelle, in diesem Fall also die der letzten acht Spieltage, belegt der Traditionsverein mittlerweile einen direkten Abstiegsplatz! Nur noch unterboten von den bodenlosen Hoffenheimern.

Erst ein Sieg mit Labbadia beim VfB Stuttgart

Erst ein Sieg gelang dem VfB, seit Bruno Labbadia im Amt ist.

Die leisen Träume, unter dem erfahrenen Profi-Retter eine Erfolgsserie hinzulegen und euphorisch die Rückrunde zu spielen, sind laut zerplatzt.

Schlechterer Punkteschnitt unter Labbadia

Liefe es so weiter wie bis jetzt unter Labbadia (0,625 Punkte im Schnitt), kämen die Stuttgarter am Saisonende auf knapp 30 Punkte. Damit ist man in der Regel weg!

Unter Labbadias Vorgänger Michael Wimmer, der die Stuttgarter Mannschaft im Herbst für sechs Spiele coachte und ja auch sehr gerne geblieben wäre, holte der VfB 1,5 Punkte im Schnitt.

Im Zeitraum seiner Verantwortung sammelten die Schwaben im Ligavergleich die siebtmeisten Zähler (9).

Warum blieb nicht Wimmer?

Vorstandsboss Alexander Wehrle muss sich die Frage gefallen lassen, ob Wimmer, der die Mannschaft mit allen Stärken und Schwächen sehr genau und über Jahre kannte, nicht auch weiter die bessere Wahl gewesen wäre als der Externe Labbadia.

Der als erfahrener Abstiegskampf-Experte für einen Fußball steht, den die Zusammenstellung der Stuttgarter Mannschaft gar nicht so richtig hergibt.

Labbadias Wunschtransfer Joshua Guilavogui, 32, der im Mittelfeld mit seiner Qualität und Erfahrung ziemlich sicher geholfen hätte, konnte die Stuttgarter Führung nach langem Hin und Her nicht realisieren.

Labbadia hatte mit dem Franzosen, der in Wolfsburg kaum noch zum Zug kommt, schon telefoniert und ihm seine angedachte Rolle beim VfB genau erklärt.

VfB-Vorstand Wehrle tritt gegen Mislintat nach

Wehrle entschied sich im Herbst nicht nur gegen einen Weiterbeschäftigung Wimmers, sondern auch gegen Sportdirektor Sven Mislintat - der Wimmer im Amt belassen wollte.

Im kicker warf Wehrle dem in der Branche hochgeschätzen Kaderplaner Mislintat letzet Woche vor, falsche Prioritäten gesetzt zu haben.

Der neue starke Mann bei den Schwaben sagt unter anderem: „Derzeit binden Spieler, die sportlich keine Rolle bei uns spielen und verliehen sind, zu viel Gehalt und blockieren Kaderplätze, auf die Talente aus unserem eigenen Nachwuchs rücken sollen.“

Mislintat: Labbadia nicht ideal

Dieses Brand nun zu entfachen, ist zumindest mal nicht ganz klug. Denn natürlich kam Mislintats öffentlicher Konter, dass er Labbadia nicht für die ideale Wahl hielte, nur drei Tage später: „Ich glaube nicht, dass es ein perfektes Match ist.“.

Aber, apropos Brand: Vielleicht musst es ja wirklich erst lichterloh brennen, bevor Labbadia mit dem VfB Stuttgart zu Hochform aufläuft. Samstag wäre die nächste Chance, auswärts in Frankfurt.

Sicher nicht einfach, aber es wird langsam Zeit...