L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt mit 94 gestorben

Eine der reichsten Frau der Welt ist tot. Liliane Bettencourt, Erbin des Kosmetikimperiums L’Oréal, ist im Alter von 94 Jahren gestorben.

Es war keine ruhige Alterszeit, die Bettencourt in den vergangenen Jahren verbracht hat. Von ihrem Butler abgehört, von falschen Freunden ausgenutzt, schließlich wurde sie entmündigt – auf Drängen ihrer Tochter. Auswandern werde sie, wenn es soweit komme, so Bettencourt damals. Wahrgemacht hat sie diesen Plan nicht. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen stehen auch Anschuldigungen, Bettencourt habe illegale Wahlkampfspenden an Frankreichs Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und Arbeitsminister Éric Woerth gezahlt.

Die großen Verdienste Bettencourts sind angesichts der vielen Affären in den Hintergrund gerückt. Dazu gehört die 1987 gegründete Stiftung Bettencourt Schueller, die Wissenschafts- und Kulturprojekte fördert, aber vor allem ihr Einsatz für den Kosmetikkonzern des Vaters. Das Unternehmen beschäftigte 2012 knapp 69 000 Menschen und machte rund 22,5 Milliarden Euro Umsatz. Es gehört heute nur noch zum Teil der Familie, weiterer Großaktionär ist die Schweizer Nestlé.

Trotz aller Skandale wurde das Vermögen Bettencourts auf 38 Milliarden Euro geschätzt. Das viele Geld und dessen Zukunft war Keimzelle des Streits mit ihrer Tochter, der zeitweise auch vor Gericht ausgefochten wurde.