Nach Halbfinal-Aus: Lückenkemper sauer auf Zuschauer

Nach Halbfinal-Aus: Lückenkemper sauer auf Zuschauer
Nach Halbfinal-Aus: Lückenkemper sauer auf Zuschauer

Sprinterin Gina Lückenkemper ist bei der Leichtathletik-WM in Eugene im Halbfinale über 100 m ausgeschieden. Die 25-Jährige vom SCC Berlin kam im dritten und abschließenden Lauf am Sonntag in 11,08 Sekunden auf den vierten Platz.

"11,08 ist nicht das, was ich mir vorgenommen habe für hier, ich wollte definitiv mehr", sagte Lückenkemper.

Die jeweils ersten beiden der drei Läufe sowie zwei weitere Zeitbeste zogen in den Endlauf um 19.50 Uhr Ortszeit (4.50 MESZ am Montagmorgen) ein. Lückenkemper fehlten letztlich zwölf Hundertstel zum Finale.

Lückenkemper wütend über Reaktion der Zuschauer

Das Verhalten einiger Zuschauer stieß Lückenkemper jedoch sauer auf.

Der Ablauf des Rennens wurde erheblich gestört, als nach einer Disqualifikation für Tynia Gaither (Bahamas) das Publikum mitten in die folgende Konzentrationsphase der Läuferinnen buhte. (Alle Infos und News zur Leichtathletik-WM)

„Ich kann den Frust verstehen, aber das war einfach unfair allen anderen Sportlern gegenüber“, sagte Lückenkemper: „Dreimal in den Startblock zu gehen, um einmal zu rennen, das war schon heavy.“

Im Vorlauf war Vize-Europameisterin Lückenkemper nach schwachem Start 11,09 Sekunden gelaufen.

Bereits vor vier Jahren hatte Lückenkemper das WM-Halbfinale erreicht. Damals war sie in London in Runde eins als erste Deutsche seit Katrin Krabbe unter elf Sekunden gesprintet (10,95), dann aber nicht über 11,16 hinausgekommen.

Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah am schnellsten

Als Schnellste ins Finale von Eugene zog Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah (10,82), auch die Olympiadritte Shericka Jackson (10,84) machte einen starken Eindruck. Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,93/alle Jamaika), die zuletzt dreimal in Folge Weltmeisterin geworden war, gewann Lückenkempers Rennen. (Hier finden Sie alle News zur Leichtathletik-WM 2022 aus Eugene)

Die letzte deutsche Medaille im 100-m-Sprint hatte Krabbe als Weltmeisterin 1991 in Tokio geholt. Zuletzt stand Melanie Paschke 1997 in einem WM-Finale über 100 m, damals wurde die Wattenscheiderin Sechste.

---

Mit Sport-Informationsdienst

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.