Löws Gegner: Nordirlands Torjäger Lafferty bekennt: Ich bin spielsüchtig

Der nordirische Stürmerstar Kyle Lafferty (M.) beim Training

Belfast.  Kyle Lafferty wird in Nordirland verehrt. Weil die Nation ohne seine sieben Tore in der Qualifikation nicht zur EM 2016 gefahren wäre. Sie finden ihn auch cool, weil er mit einer Miss Schottland verheiratet war und es heute mit einer ehemaligen Kandidatin ist. Dass er Schlag bei Frauen hat, "liegt an meinem Humor", sagt Lafferty. "Ich würde mich nicht als George Clooney bezeichnen, ich bin mehr wie Brad Pitt."

Vor dem Spiel von Nordirland gegen Deutschland am Donnerstag in Belfast (20.45 Uhr, RTL) sorgt Lafferty aus anderen Gründen für Aufsehen. In einem BBC-Interview räumte der 30-Jährige ­gerade offen ein, dass er spielsüchtig ist. Dass er wettete, war bekannt, wie groß das ­Ausmaß seiner Zockerei war, nicht. Es begann mit 13, 14 Jahren. Lafferty saß in Spielhallen oft an "slot machines", Einarmigen Banditen. Er war oft der Erste, der kam, nicht selten der Letzte, der ging. 2005 spielte Lafferty als Profi beim FC Burnley, 2008 wechselte er zu den Glasgow Rangers – und hatte plötzlich jede Menge Geld. "Nach dem Training hatte ich oft nichts Besseres zu tun, als zu Buchmachern zu gehen oder online zu spielen." Pferde-, Hunderennen, Roulette – er verspielte Unsummen.

Vor der EM 2016 flog auf, dass Lafferty illegal auf Fußball zockte. Er hatte auf zwei Spiele der spanischen Liga gesetzt. Weil der Mittelstürmer damals für Norwich City spielte, brummte ihm der englische Verband im vergangenen August eine Strafe von 23.000 Pfund auf.

Es war der Wendepunkt. Lafferty, mittlerweile bei ...

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