Löwenduo lässt finalen Deal platzen: Darum gab es doch kein Geld für B'n Tree

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Zusammen wollten sich Carsten Maschmeyer und Judith Williams an dem Baumpflanz-Portal Click a Tree / B'n Tree beteiligen. Das DHDL-Investment scheiterte jedoch.
Zusammen wollten sich Carsten Maschmeyer und Judith Williams an dem Baumpflanz-Portal Click a Tree / B'n Tree beteiligen. Das DHDL-Investment scheiterte jedoch.

Zum Abschluss der neunten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ widmete sich die Gründershow am Montag noch einmal einem ganz großen Thema: dem Klimaschutz. So beendete Vox die Sendung mit dem Auftritt des Gründers Chris Kaiser. Der Vielreisende will nicht hinnehmen, dass jedes Jahr mehrere Millionen Hektar Waldfläche vernichtet werden.

Kaiser hat deshalb die Affiliate-Plattform B'n Tree (Click a Tree) gestartet. Auf der Website des Startups kann man sich ein Touristikunternehmen aussuchen, mit dem man gerne verreisen möchte. Klickt man auf das Logo, erscheint die Website des Reiseportals. Für jede Buchung, etwa ein Flug oder eine Hotelreservierung, erhält das Startup von dem Portal eine Provision. Damit werden die Bäume, die je nach Art zwischen fünf und zwölf Euro kosten, angeschafft und eingepflanzt.

Um das Geschäft groß zu machen, suchte Kaiser in der Show ein Investment über 75.000 Euro. Im Gegenzug bot er den Löwen zehn Prozent seiner Unternehmensanteile an. Mit Erfolg, wie es zunächst schien: Carsten Maschmeyer und Judith Williams sagten dem Gründer das gewünschte Kapital zu – verlangten jedoch insgesamt 25,1 Prozent der Unternehmensanteile. Diese wollten beide Löwen später im Rahmen eines Beteiligungsprogramms (ESOP) an Kaisers Angestellte weiterreichen.

Corona-Krise durchkreuzt den Deal

Dazu kam es jedoch nicht. „Der Deal ist im Nachgang der Sendung trotz guter Gespräche mit Herrn Maschmeyer und Frau Williams geplatzt“, sagt Kaiser auf Anfrage von Gründerszene. Wie zuletzt das DHDL-Startup Lambus sei auch Click-A-Tree im Frühjahr 2020 (nach Aufzeichnung der Sendung) von der Corona-Pandemie kalt erwischt worden. Das bestätigt auch Investor Maschmeyer: „Der Handschlag war vor der Corona-Krise, sodass aufgrund der dadurch bedingten Veränderungen in der Reisebranche die Voraussetzungen für den Deal nicht mehr wie zuvor gegeben waren. Darauf haben wir uns gegenseitig und einvernehmlich verständigt.“

Für Kaisers Startup ging es nach der Sendung trotzdem weiter. So erweiterte er seine Plattform etwa um Partner aus der Gastronomie- und Handelsbranche. „Während der Corona-Monate haben beispielsweise Apotheken unseren Service genutzt, um pro zehn verkaufter Corona-Tests einen Baum zu finanzieren“, sagt Kaiser. Auch ein Investment habe er inzwischen erhalten. Ein Business Angel beteiligte sich mit 15.000 Euro an dem Unternehmen und erhielt dafür 7,5 Prozent der Anteile – zu einer weitaus geringeren Bewertung als sie der Gründer bei DHDL veranschlagte.

Dass sein Auftritt in der TV-Show erst jetzt – ein Jahr nach Aufzeichnung – stattfindet, darüber sei Kaiser froh. Denn im vergangenen Jahr habe es kaum Umsatz gegeben. Das werde sich jetzt ändern, sagt der Gründer. „Kunden, die uns bereits kennen, werden durch die Sendung erneut auf uns aufmerksam werden und wahrscheinlich endlich wieder buchen.“

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