Löw nominiert Kader für Klassiker - Götze vor Rückkehr

Am Montag zerplatzte der WM-Traum der Azzurri, die nun zum ersten Mal nach 60 Jahren fehlen. Löw findet das schade.

Bundestrainer Joachim Löw eröffnet den wohl härtesten Konkurrenzkampf der WM-Geschichte - und Mario Götze ist wahrscheinlich wieder mittendrin. Der WM-Held steht nach einjähriger Pause für die Klassiker in England und gegen Frankreich vor einer Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

"Mario ist schon ein außergewöhnlich guter Spieler mit besonderen Qualitäten. Er war bei uns bislang immer wertvoll. Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden", sagte Löw, der seinen Kader für das Duell am 10. November im Londoner Wembleystadion und die EM-Revanche gegen Frankreich vier Tage später in Köln am Freitag bekannt geben wird.

"Müssen harte Entscheidungen treffen"

Nach der makellosen WM-Qualifikation mit zehn Siegen aus zehn Spielen sei der November nun "der richtige Zeitpunkt, Spieler dazuzunehmen, die länger nicht dabei waren", sagte Löw. Neben Götze könnte dies auch auf Mario Gomez und Ilkay Gündogan zutreffen. Gündogan trug ebenso wie Götze zuletzt im November 2016 das Trikot der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Nach seinem Kreuzbandriss kommt der Mittelfeldspieler von Manchester City immer besser in Schwung.

Mit den zusätzlichen Alternativen wächst der Konkurrenzkampf im Kader des Weltmeisters. Löw hat für die WM 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli) rund 40 Kandidaten im Kopf. "Wir müssen harte Entscheidungen treffen. Wir wollten diesen Konkurrenzkampf, deswegen dürfen wir uns jetzt nicht beschweren", sagte der Bundestrainer.

Viel Zeit bleibt ihm nicht. Nach dem Jahresabschluss stehen vor der Nominierung des 23er-Kaders nur noch die Spiele gegen Ex-Weltmeister Spanien (23. März in Düsseldorf) und Rekordchampion Brasilien (27. März in Berlin) auf dem Programm.

Khedira und Özil vor Rückkehr

Daher ist am Freitag mit großen Überraschungen nicht zu rechnen, auch wenn einige der etablierten Stars ausfallen. Kapitän Manuel Neuer, Thomas Müller und Marco Reus stehen Löw aufgrund ihrer Verletzungen nicht zur Verfügung. Die Confed-Cup-Sieger Jonas Hector und Leon Goretzka fehlen ebenfalls. "Die Monate Oktober und November sind immer schwer für uns. Deshalb sind wir dankbar, dass wir durch den Confed Cup gute Alternativen haben", sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Zudem kehren wohl einige Profis zurück, die zum Abschluss der Qualifikation im Oktober in Nordirland und gegen Aserbaidschan nicht dabei waren. Timo Werner, Mesut Özil und Sami Khedira dürften sicher nominiert werden. Entscheidend sei aber, so Löw, "dass die Spieler im nächsten Jahr topfit sind". Das gilt auch für Mario Götze.