Löw huldigt Italien-Legenden und feiert De Rossi

Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich nach der verweigerten Einwechslung des Italieners Daniele De Rossi beeindruckt

Joachim Löw hat Mitleid.

Zwar schickte der Bundestrainer nach dem 2:2-Unentschieden gegen Frankreich seine Glückwünsche an das Sensationsteam aus Schweden, dass sein Herz an Dauerrivale Italien hängt, daraus machte der 57-Jährige keinen Hehl.

"Ich finde es ein bisschen schade, dass so eine große Nation wie Italien nicht bei einem Turnier dabei ist, das tut mir leid", so Löw.

Khedira huldigt Buffon

Mit dem DFB-Team gelang dem Erfolgscoach bei der Europameisterschaft letzten Sommer zum ersten Mal in der Geschichte bei einem Turnier überhaupt im neunten Versuch ein Sieg.

Das sei fast so, wie wenn "Deutschland, Frankreich, Brasilien oder Argentinien nicht dabei wären, natürlich fehlt da was. Italien hat jetzt aber auch die Chance für einen Neuanfang, einige ältere Spieler hören auf", blickte der Weltmeister-Trainer bereits in die Zukunft.

Vor allem (Ginaluigi) Buffon, (Leonadro) Bonucci oder (Daniele, d. Red.) de Rossi haben es ihm dabei angetan, das sind "großartige Spieler."

"Wenn man Gigi (Buffon, d. Red.) gesehen hat, dann schmerzt jedem das Herz, egal ob Italien-Fan oder nicht. Bei ihm kann man wirklich sagen, dass er eine lebende Legende ist", sagte Juve-Teamkollege Sami Khedira.

Löw dagegen huldigte de Rossi geradezu nach der verweigerten Auswechslung der Roma-Legende gegen die Skandinavier.

Löw über De Rossi: "Hat Größe"

"Ich finde es klasse, dass er gesagt hat, ich will nicht eingewechselt werden, da Stürmer gebraucht werden. Das hat unheimliche Größe", sagte Löw.

Als der 34-Jährige am Montag eingewechselt werden sollte und zum Aufwärmen geschickt wurde, rastete der defensive Mittelfeldspieler aus.

"Warum zum Teufel soll ich rein? Wir brauchen kein Unentschieden, wir brauchen einen Sieg!", brüllte er Italiens Assistenztrainer an. Dabei zeigte De Rossi wiederholt auf Stürmer Lorenzo Insigne, der ebenfalls auf der Bank saß.


"Ich meinte nur: Das Spiel ist fast zu Ende und wir müssen gewinnen, also schickt die Stürmer zum Aufwärmen", sagte De Rossi nach dem Spiel dem italienischen Fernsehsender Rai Sport und ergänzte: "Es tut mir leid, falls ich jemanden beleidigt habe."