Läuft mies: Hollywood mit schlechtester Bilanz seit 25 Jahren

Ji-Hun Kim
The Hollywood Sign


Rächt sich nun die abgekartete Strategie der großen Filmstudios? Wie die L.A. Times berichtet, sagen Experten voraus, dass

Hollywood das wirtschaftlich schlechteste Kinojahr seit 1992 verbuchen könnte. In der für die Branche wichtigen Sommersaison wurden 16 Prozent weniger Tickets verkauft als noch im Vorjahr. Obwohl einige Studio-Manager schon voraussahen, dass der Markt um zehn Prozent einbrechen würde, 16 Prozent wären dann doch erheblicher als befürchtet. Das bedeutet, dass 2017 in der Saison gerade mal 425 Millionen Tickets verkauft wurden. Die Gründe? Zu viele Franchises, Reboots, Sequels und auch teurere Ticketpreise. Filme wie "The Mummy", "The Dark Tower" und "Baywatch" unterboten alle die Erwartungen und auch Sequels von "Alien", "Transformers" und "Fluch der Karibik" wussten die Filmfans nicht zu überzeugen. Aber auch Streaming-Dienste wie Amazon Video und Netflix haben Einfluss auf Kinobesuche und Filmseiten wie Rotten Tomatoes ersparen unnötige Enttäuschungen. Hollywood hat offensichtlich aber auch ein Qualitätsproblem. Wenn nur noch Controller und Business-Manager das Geschäft dominieren, bleibt das Wichtigste der Traumfabrik auf der Strecke: die große Geschichte.

LA Times