"Lässt das Blut in den Adern gefrieren": Joe Biden attackiert Moskau bei UN-Vollversammlung

"Lässt das Blut in den Adern gefrieren": Joe Biden attackiert Moskau bei UN-Vollversammlung

US-Präsident Joe Biden hat in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf angegriffen. Biden warf Moskau vor, das Existenzrecht der Ukraine auslöschen zu wollen. Er rief die Vereinten Nationen zu einem geschlossenen Vorgehen gegen den Kremlchef auf.

An die Weltgemeinschaft gewandt sagte der 79-Jährige: "Wer auch immer Sie sind, wo auch immer Sie leben, was auch immer Sie glauben, das sollte Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen."

Biden offen für Reform des UN-Sicherheitsrates

"Ein ständiges Mitglied des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ist in sein Nachbarland einmarschiert und hat versucht, einen souveränen Staat von der Landkarte zu wischen." Russland habe schamlos gegen die Grundpfeiler der Charta der Vereinten Nationen verstoßen, so Biden "Es gibt nichts Wichtigeres, als das klare Verbot für Staaten, sich das Territorium ihres Nachbarn mit Gewalt anzueignen."

Biden zeigte sich offen für eine Reform des UN-Sicherheitsrates. So forderte er, dass Länder aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik ständige Sitze haben müssten.

"Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden"

"Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, einschließlich der USA, sollten die UN-Satzung dauerhaft aufrechterhalten und verteidigen und auf die Anwendung des Vetos verzichten - außer in seltenen, außergewöhnlichen Situationen - damit sichergestellt wird, dass der Rat glaubwürdig und effektiv bleibt." Das sei auch der Grund, weshalb die USA die Erhöhung der Zahl der ständigen und nichtständigen Vertreter des Rates unterstützen würden, sagte der US-Präsident.

Hinsichtlich nuklearer Drohungen seitens Russlands und Nordkoreas sowie anderer Länder sagte Biden, dass ein Atomkrieg nicht gewonnen werden könne und niemals geführt werden dürfe.