Weidenfeller rechnet ab und wird emotional

Roman Weidenfeller und Ousmane Dembele gewannen gemeinsam den DFB-Pokal 2017

Am Wochenende beendet Roman Weidenfeller nach 16 Jahren beim BVB seine Karriere. Da wird viel Wehmut aufkommen.

Vor seinem letzten Spiel im Kader der Schwarz-Gelben bei der TSG Hoffenheim wird der 37-Jährige nochmal emotional, lässt es sich aber auch nicht nehmen mit seinem ehemaligen Mitspieler Ousmane Dembele abzurechnen.

Dembele-Abrechnung: "Unglaubliche Unruhe"

"So verlässt man einen Klub nicht. Es verursacht unglaubliche Unruhe, die von niemandem beruhigt werden konnte. Das ist ein Mannschaftssport - Fußball ist kein Tennis. Er hat nicht einmal seine Schuhe mitgenommen. Das ist lächerlich" sagte Weidenfeller in einem Interview mit ESPN.

Nach einer überragenden Premierensaison in schwarz-gelb wollte der Franzose seinen Wechsel zum FC Barcelona erzwingen und erschien zu Beginn der Saison einfach nicht mehr zum Training.

Der BVB suspendierte den eigenwilligen Youngster zunächst und verkaufte ihn letztendlich für die Rekordsumme von 115 Millionen Euro an die Katalanen.


"Einfach nur schlechter Stil"

Allerdings zeigte der ehemalige Nationalspieler Verständnis dafür, dass das Angebot eines Top-Klubs einem jungen und unerfahrenen Spieler den Kopf verdrehen könne. Entscheidend bei einem Wechsel sei aber die Art und Weise. "Man versucht eine Lösung zu finden, die für alle Seiten funktioniert."

Umso enttäuschter zeigte sich Weidenfeller daher vom Schmierentheater rund um den Wechsel des 20-Jährigen. "Dembele wurde mit 19 Jahren die Möglichkeit gegeben, sich in Dortmund einen Namen zu machen. Hier hat er sich zu einem Spieler entwickelt, den Barcelona kaufen wollte. Aber statt dankbar zu sein, verlässt er den Klub, in dem er zu Hause bleibt, streikt und seine Mitspieler fallen lässt. Das ist einfach nur schlechter Stil - keine Manieren."