Kutab: Maultaschen auf aserbaidschanische Art

Die Aserbaidschanische Küche ist eine der traditionsreichsten der Welt. Zu ihren Spezialitäten gehört auch der sogenannte „Kutab“ – gefüllte Teigtaschen. In dieser Folge von Taste entdecken wir, wie sie zubereitet werden.

Wir haben dafür Elshad Tagiyev getroffen, den Manager des Restaurants „Shaki“ in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. „Kutab wird mit frischen Kräutern zubereitet“, erklärt er uns. „Besonders an unserem Kutab ist, dass wir verschiedene Saucen in die Kräuter mischen – zum Beispiel Kirschpflaumen- oder Granatapfelsauce. Das gibt einen besonderen Geschmack.”

Kutab besteht aus einem dünngerolltem Teig, der mit frischen Kräutern oder Hackfleisch gefüllt wird, und dann kurz auf einer traditionellen, dom-förmigen Pfanne angebraten wird.

Laut Elshad ist das Rezept ist durch einen Zufall entstanden: Da beim Brotbacken oft etwas Teig übrig bleib, hat man irgendwann begonnen, diesen Teig zu nutzen, und daraus entstand der Kutab.

Es gibt viele verschiedene Arten von Kutab. Je nach Region variieren die Zutaten und die Kochweise. Einer der typischsten Kutabs des Landes stammt aus der Küstenregion des kaspischen Meeres: Der sogenannte „Kutab von Jorat”. Er ist mit Kamelfleisch, Kürbiskernen oder Käse gefüllt und wird in einem traditionellen Ofen gebacken.

Kutab zeichnet sich vor allem durch seine Vielfalt und Schlichtheit aus.

Diese facettenreiche Spezialität passt sehr gut zu einem Land, in dem aufgrund der geographischen Begebenheiten alle vier Jahreszeiten gleichzeitig auftreten können.

Kutab passt zu jeder Gelegenheit: Mittags, abends oder auch als Snack zwischendurch. Es handelt sich um ein absolutes Muss in diesem “Land des Feuers”.