Kurzschluss im Kraftwerk: Seltsames Geräusch: "Als stünde der Himmel unter Strom"

Das Reuter West in Siemensstadt

Ein Blitz, ein Knall und anschließend ohrenbetäubendes Zischen. Das erlebten in der Nacht zu Donnerstag viele Spandauer und Charlottenburger. Das Zischen war angeblich sogar bis Moabit zu hören. Charlotte Gorzny wohnt seit 20 Jahren am Lietzensee, doch so etwas hat sie noch nicht erlebt: Gegen 2 Uhr morgens wurde sie von einem lauten Zischen geweckt. "Das war unheimlich, weil es einfach nicht aufhörte", sagt die Charlottenburgerin. Erst hätte sie an einen Hubschrauber gedacht, dann ging sie aber hinunter auf die Straße, um zu sehen, was los sei. Doch sie sah: nichts. "Da fängt man dann an, sich an Filme zu erinnern, in denen Ufos landen", erzählt sie weiter.

Doch was war wirklich passiert? Laut Angaben des Energieversorgers Vattenfall hatte sich ein Waschbär in den Katakomben des Heizkraftwerkes Reuter West in Spandau verirrt und in einem 110-Kilovolt-Transformator einen Kurzschluss verursacht. Was folgte, waren ein greller Blitz und ein lauter Knall. Daraufhin musste der Transformator vom Netz genommen werden. Laut Vattenfall-Angaben habe der Waschbär selbst den Zwischenfall mit dem Starkstrom-Transformator überlebt.

Über den Trafo, in welchem der Waschbär entdeckt wurde, wird die von einer Dampfturbine erzeugte Energie in die im Berliner Stromnetz gängige Wechselspannung umgewandelt. Zum Antrieb der Turbine im Umspannwerk wird der Dampf genutzt, der in der nahe gelegenen Müllverbrennungsanlage entsteht. Da dieser Prozess nicht abrupt unterbrochen werden kann, musste der Dampf...

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