Kurzbotschaftendienst Twitter geht gegen "Bots" vor

Twitter hat angekündigt, mit neuen Richtlinien härter gegen automatisierte Nutzerkonten, sogenannte Bots, vorgehen zu wollen. Die Änderungen seien "ein wichtiger Schritt", um den böswilligen Aktionen gegen "wichtige Unterhaltungen auf Twitter" ein Stück voraus bleiben zu können, schrieb Twitter-Entwickler Yoel Roth am Mittwoch in einem Blogeintrag. Roth bezog sich dabei explizit auf "Wahlen in den USA und in der ganzen Welt".

Seit der US-Präsidentschaftswahl 2016 beobachtete Twitter, wie "Bots" benutzt wurden, um politische Spaltung und Falschmeldungen zu verbreiten. Bei diesen "Bots" - kurz für Roboter ("Robots") - handelt es sich um Software-betriebene Nutzerkonten. Eine der gängigsten Regelverstöße sei die gleichzeitige Nutzung mehrerer Konten, um die Reichweite einzelner Tweets zu verstärken, schrieb Roth. Ein solches Verhalten können Strafen nach sich ziehen.

Twitters neue Richtlinien zeigten schon am Mittwoch Wirkung. Einige Nutzer verzeichneten einen beträchtlichen Verlust an Followern, also anderen Nutzern, die ihre Kurzbotschaften abonniert hatten. Grund dafür seien fortlaufende Bemühungen, "verdächtige Konten zu identifizieren", sagte ein Unternehmenssprecher.