Kurz vor der Wahl: Drittes Triell bei ProSieben und SAT.1

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Die Kanzlerschaftsanwärter Armin Laschet (links), Annalena Baerbock und Olaf Scholz treffen bei ProSieben und SAT.1 ein drittes Mal aufeinander. (Bild: Getty Images/2021 Ulrich Baumgarten/Ulrich Baumgarten)
Die Kanzlerschaftsanwärter Armin Laschet (links), Annalena Baerbock und Olaf Scholz treffen bei ProSieben und SAT.1 ein drittes Mal aufeinander. (Bild: Getty Images/2021 Ulrich Baumgarten/Ulrich Baumgarten)

Die Sendergruppe ProSiebenSAT.1 bekommt ihr eigenes Triell: Wenige Tage vor der Bundestagswahl treffen die Kanzlerkandidatin und -kandidaten ein drittes Mal aufeinander.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF sowie der privaten RTL-Mediengruppe möchte nun auch die Sendergruppe ProSiebenSAT.1 ein eigenes Triell vor der Bundestagswahl veranstalten. Dies bestätigte Senderchef Daniel Rosemann bei einer digitalen Pressekonferenz am Donnerstag. Das Aufeinandertreffen zwischen Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) ist für Sonntag, 19. September, um 20.15 Uhr, geplant. Gezeigt wird das dritte Triell parallel bei ProSieben, SAT.1 und kabel eins; die Moderation übernehmen die zu ProSieben gewechselte Ex-"Tagesthemen"-Sprecherin Linda Zervakis sowie SAT.1-Moderatorin Claudia von Brauchitsch.

Gefragt, ob es ein drittes Triell denn noch brauche, verwies Rosemann einerseits auf die junge Zielgruppe, darunter viele Jung- und Erstwähler: Man "erreiche Menschen, die andere Trielle nicht sehen". Zum anderen sei das Datum entscheidend: Nicht einmal sieben Tage vor der Wahl wolle man kein "müdes Abarbeiten an Wahlprogrammen", sondern "klar zeigen": "Wer steht wo?" Kurz vor der Wahl gehe es für jeden der Kandidaten darum, die noch unentschiedenen Wähler zu gewinnen.

"Viel informieren hilft in diesem Jahr besonders viel", ist ProSieben-Chef Daniel Rosemann überzeugt. (Bild: ProSieben / Benedikt Müller)
"Viel informieren hilft in diesem Jahr besonders viel", ist ProSieben-Chef Daniel Rosemann überzeugt. (Bild: ProSieben / Benedikt Müller)

Politik "für die breite Masse"

"Viel informieren hilft in diesem Jahr besonders viel", so Rosemann auch mit Blick auf die weiteren Formate, die ProSieben und SAT.1 im Rahmen des Bundestagswahlkampfes platzieren. So präsentiert Moderator Louis Klamroth zwei Ausgaben der "ProSieben-Bundestagswahl-Show", in denen er auf Annalena Baerbock (Mittwoch, 1.9., 20.15 Uhr) und Olaf Scholz (Mittwoch, 15.9. 20.15 Uhr) trifft. "Wir bringen Politik auf die große Bühne", kündigte Klamroth bei der Pressekonferenz an. Dabei wolle man sowohl in die Tiefe als auch in die Breite gehen. Es gehe darum, "Politik um 20.15 Uhr für die breite Masse zu erzählen". Neben den Kandidaten soll auch das Publikum zu Wort kommen und Fragen stellen.

Ebenfalls in der Primetime läuft Thilo Mischkes neue Reportage "ProSieben Thema: Deutschland radikal - Wie Hass unsere Gesellschaft spaltet" (Montag, 6. September, 20.15 Uhr). Auch der Bundestagswahlkampf sei davon betroffen, so der Reporter: Teile davon "seien von fehlenden Debatten und Schwarz-Weiß-Denken" geprägt. Es gehe um Bewegungen wie die Querdenker, aber auch all jene, die sich vom "gesellschaftlichen Konsens" abgewendet hätten: "Jeder kennt einen, der plötzlich die Demokratie infrage stellt." Man müsse sich mit diesen Menschen "beschäftigen", so der Journalist. Das Vertrauen könne nur über den Dialog wieder hergestellt werden. In seinem Film gehe es auch darum, welche Rolle die Medien spielen.

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