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Kurz nach Heiratsantrag wird "Goodbye Deutschland"-Auswanderin böse überrascht

Sandra Zeppin ist sicher: "Emre ist der Richtige!" (Bild: RTL)
Sandra Zeppin ist sicher: "Emre ist der Richtige!" (Bild: RTL)

Kandidatinnen, die für die Liebe überstürzt in ein fremdes Land ziehen, gibt es in der VOX-Doku "Goodbye Deutschland" immer wieder. Doch selten lief das Auswandern so chaotisch ab wie bei Sandra Zeppin, die zu ihrem Traummann in dessen Zehn-Quadratmeter-Zimmer ziehen wollte und diverse Überraschungen erlebte.

"Ich zähl' schon die Stunden, die Minuten ..." Die Hamburgerin Sandra Zeppin (35) konnte es in der aktuellen Folge der VOX-Dokusoap "Goodbye Deutschland" kaum erwarten, endlich wieder ihren Traummann Emre Aytekin (32) in die Arme schließen zu können. Fünf Monate zuvor hatte die Hotelangestellte den Musiker und Sänger in einer Touristenbar im türkischen Side kennengelernt, sich auf den ersten Blick verliebt, seitdem insgesamt zehn Wochen in der Türkei verbracht - und beschlossen auszuwandern.

"Bist du etwas blauäugig?", sprach der VOX-Reporter aus, was vor dem Fernseher wohl viele dachten, aber Sandra war sich ihrer Sache sicher: Nein, blauäugig sei sie nicht. "Ich weiß genau, was ich will." Nämlich: heiraten, Kinder kriegen, das volle Programm. Doch zunächst gab es einige Hürden zu überwinden ...

Alles andere als luxuriös: Emres und Sandras erstes "Liebesnest". (Bild: RTL)
Alles andere als luxuriös: Emres und Sandras erstes "Liebesnest". (Bild: RTL)

"Goodbye Deutschland"-Auswanderin erlebt Chaos-Ausreise

Zum Beispiel hatte sie bei ihrem vorangegangenen Türkei-Aufenthalt die Aufenthaltserlaubnis um zwei Tage überzogen und daraufhin ein Schreiben bekommen. Umgerechnet 78 Euro Strafe würde sie zahlen müssen - aber ob sie dann ins Land würde einreisen dürfen? Das hing vom Wohlwollen der Behörden ab. Noch schlimmer: Ihr Portemonnaie mitsamt Kredit- und EC-Karten, Reisepass und Geburtsurkunde, die sie für eine dauerhafte Anmeldung in der Türkei brauchen würde, war verschwunden!

Erst dachte Sandra, sie habe es bei der Übergabe ihrer Wohnung liegen lassen, doch das stellte sich als Irrtum heraus. Wo aber war es dann? Am Flughafen dann die nächste böse Überraschung. Mit ihrem Personalausweis, den die zum Glück in ihrer Handytasche aufbewahrte, wäre eine Abreise zwar möglich, jedoch stellte sich heraus, dass die chaotische Sandra ihren Flug nur reserviert, nicht aber gebucht hatte!

Der erste Streit: Emre will von Side zurück in seine Heimatstadt Istanbul und stellt Sandra vor vollendete Tatsachen. (Bild: RTL)
Der erste Streit: Emre will von Side zurück in seine Heimatstadt Istanbul und stellt Sandra vor vollendete Tatsachen. (Bild: RTL)

Das VOX-Team muss mit Bargeld aushelfen

Das "Goodbye Deutschland"-Team lieh ihr darum Geld für ein neues Ticket - und überdies die 78 Euro, die sie in der Türkei würde zahlen müssen. Dort hatte sie Glück: Man ließ sie einreisen, nachdem sie versichert hatte, ihren Reisepass nachzureichen. Überglücklich war sie schließlich mit ihrem Emre vereint, und auch der zeigte sich happy: "Ich hab' sie so vermisst!"

Aber ob die Liebe groß genug war, um zu zweit in dem heruntergekommenen Zehn-Quadratmetr-Zimmer zu leben, das der Musiker von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekam? Immerhin läge es "direkt am Meer, sodass man rausgehen kann", zeigte sich Sandra zuversichtlich, ohne zu wissen, welche Gefühls-Achterbahnfahrt in den kommenden Tagen auf sie zukommen würde ...

Erst mal gab es Anlass zur Zuversicht: Ein Einwandererberater versprach, Sandras Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung auch ohne Papiere erst einmal zu stellen, um die vorgegebene Zehn-Tages-Frist einzuhalten. Zudem durfte Sandra als Promoterin für die Bar, in der Emre sang, probearbeiten. Und dann die Überraschung: Emre machte Sandra einen romantischen Heiratsantrag, inklusive Kniefall, Tischfeuerwerk und Beifall des Barpersonals. "Ich bin überwältigt!", jubelte Sandra.

Sandra lernt ihren Verlobten von anderer Seite kennen

Doch bereits wenige Stunden später lernte sie eine andere Seite ihres Verlobten kennen: Er hatte sich mit dem Chef der Bar zerstritten, kurzerhand gekündigt und beschlossen, sofort zurück in seine Heimatstadt Instanbul zurückzukehren. "Ich bin allein", betonte er am nächsten Morgen, trotz Sandras Beteuerungen, er hätte doch sie. Letzte Nacht aber sei sie zu müde gewesen und habe ihm nicht ausreichend zugehört, beschwerte sich Emre. Er sei gerade "sauer auf jeden".

Die Versöhnung folgte jedoch - und auch der Umzug nach Istanbul zu Emres Mutter, die Sohn und Schwiegertochter in spe mit offenen Armen empfing. "Die Mutter liebe ich! Die ist so süß", schwärmte Sandra. Und: Sie fand ihr Portemonnaie wieder, das sie in ein Seitenfach ihrer Tasche gesteckt hatte!

Einige Zeit nach den Dreharbeiten meldete sich Sandra noch einmal beim "Goodbye Deutschland"-Team. Sie werde im April ihre Aufenthaltsgenehmigung und einen Job in einem Souvenirshop in - doch wieder - Side antreten. Und ihre Beziehung? Die sei "komplett der Himmel", im Sommer soll die Hochzeit stattfinden! Ein Happy End, mit dem zu Beginn der Sendung vermutlich niemand gerechnet hätte ...