Kurt Beck gibt Vorsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung auf

Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck zieht sich von der Spitze der Friedrich-Ebert-Stiftung zurück. "Ende des Jahres ist Schluss", sagte Beck dem Magazin "Spiegel". "Ich bin 71 und wollte selbst bestimmen, wann es genug ist." Über die Nachfolge soll demnach die Mitgliederversammlung der SPD-nahen Stiftung im Dezember entscheiden.

Beck hat der Stiftung dem Bericht zufolge wegen sinkender staatlicher Zuschüsse ein drastisches Sparprogramm verordnet. Der Vorstand habe beschlossen, zehn Prozent der Kosten einzusparen, sagte er dem "Spiegel". "Das sind rund 20 Millionen Euro." Bis Ende 2021 sollten 70 Stellen abgebaut werden. Dabei wolle die Stiftung ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen, gleichwohl sei dies aber "ein tiefgreifender Prozess".

Beck stand von Mai 2006 bis September 2008 an der Spitze der SPD. Nach Indiskretionen aus den eigenen Reihen in Verbindung mit der Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2009 trat er damals zurück. Von 1994 bis 2013 war Beck Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Im Anschluss übernahm er den Vorsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung.