Kurs von Fiat Chrysler sinkt nach Ablösung von Konzernchef Marchionne

Nach der überraschenden Ablösung von Sergio Marchionne an der Spitze von Fiat-Chrysler ist der Kurs des Autokonzerns am Montag an der Börse in Mailand gefallen

Nach der überraschenden Ablösung von Sergio Marchionne an der Spitze von Fiat-Chrysler ist der Kurs des Autokonzerns am Montag an der Börse in Mailand gefallen. Er sank zu Handelsbeginn um 4,3 Prozent. Der Kurs von Ferrari, wo Marchionne ebenfalls den Chefposten innehatte, ging sogar um 5,3 Prozent zurück. Im Laufe des Vormittags stabilisierten sich die Kurse aber wieder.

Fiat-Chrysler und Ferrari hatten am Samstag mitgeteilt, dass der 66-jährige Marchionne wegen ernster gesundheitlicher Probleme ersetzt wird. Grund ist eine Schulteroperation im vergangenen Monat.

Marchionne hatte die Führung bei Fiat 2004 übernommen und den Autobauer in den vergangenen 14 Jahren einschneidend umgebaut. Er brachte die kriselnde Kernmarke Fiat auf Vordermann, betrieb die 2014 vollzogene Fusion mit dem US-Autobauer Chrysler zu einer neuen Dachmarke und brachte 2016 Ferrari an die Börse.

Neuer Fiat-Chrysler-Chef ist der Vorstandschef der Chrysler-Tochtermarke Jeep, der Brite Mike Manley. Den Chefposten bei Ferrari soll Louis Carey Camilleri übernehmen, der bislang den Tabakkonzern Philip Morris leitete. Aufsichtsratspräsident wird John Elkann, der Enkel des legendären früheren Fiat-Chefs Gianni Agnelli. Laut Ferrari müssen dessen Anteilseigner dem Wechsel an der Spitze aber noch zustimmen.