Kurs des Bitcoin fällt auf fast 13.000 Dollar

Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit digitalen Währungen, hat dafür schärfere Regeln angekündigt und damit den Kurs des Bitcoin auf Talfahrt geschickt

Das extreme Auf und Ab des Bitcoin setzt sich fort: Am Freitag rutschte der Kurs der Kryptowährung im asiatischen Handel kurzzeitig um mehr als 16 Prozent auf knapp über 13.000 Dollar (10.950 Euro). Noch Anfang der Woche hatte der Kurs fast 20.000 Dollar erreicht. Die Warnungen etablierter Banken vor dem Bitcoin mehren sich.

In Tokio war der Bitcoin am Mittag (Ortszeit) rund 13.248 Dollar wert, nachdem er am Morgen noch mit rund 15.800 Dollar gestartet war. Mitte Januar war eine Einheit 752 Dollar wert - Mitte Oktober übersprang der Bitcoin die Marke von 5000 Dollar.

Der Chef der japanischen Zentralbank, Haruhiko Kuroda, sagte am Donnerstag, der Preisanstieg für die digitale Währung sei "anormal". Auch die Europäische Zentralbank hat bereits Sorge angesichts der möglichen Risiken geäußert. Die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, kritisierte, Bitcoin sei kein Geld.

Der Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Befürworter argumentieren, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten. Kritiker bezeichnen die Kryptowährung hingegen nicht zuletzt aufgrund der rasanten Kursentwicklung als reines Spekulationsobjekt.